Ein Surfer tritt bei der Mavericks Challenge am kalifornischen Half Moon Bay an
Shalom Jacobvitz/ Flickr

JANUAR

Mavericks Challenge

Spannender kann ein Countdown kaum sein. Wenn die richtigen Bedingungen zusammentreffen, türmen sich, etwa 3 km vor der nordkalifornischen Küste, in der Nähe von Half Moon Bay, die Wellen gegen ein der Küste vorgelagertes Riff. Das entstehende Break, das als Mavericks (oder bei seinen Fans auch als „Mavs“) bekannt ist, sorgt für eine gigantische Brandung, die regelmäßig Höhen um die 7,5 Meter erreicht und auch schon mal über 24 Meter hoch werden kann. Wenn das passiert, wird eine ausgewählte Gruppe von 24 Surfern (plus Ersatzkandidaten) eingeladen, um gegeneinander anzutreten. Der Haken? Der Turnierbeginn wird nur 24 Stunden im Voraus bekanntgegeben, die Wellenreiter müssen also bereit sein, ihr Surfboard zu schnappen und sich auf den Weg zu machen, sobald sie grünes Licht bekommen. Dasselbe gilt für die Fans – an den Aussichtspunkten beim Wasser scharen sich Menschen, die durch Teleskope, Teleobjektive und Ferngläser schauen, um die Eröffnungszeremonie mitzuerleben und einen Blick auf die Action auf dem Meer zu erhaschen.

Leichter haben Sie es, wenn Sie einfach die Festival-Atmosphäre in der Stadt genießen, die sich für gewöhnlich um den Parkplatz des Oceano Hotel & Spa konzentriert. Sie dürfen mit reichlich gastronomischem Angebot sowie Strand- und Surfmusik rechnen. Nach Ende des Wettbewerbs sollten Sie zur Siegerehrung vor Ort bleiben, denn dann haben die Surfer häufig Zeit für ein Gespräch mit ihren Fans. 

Die Mavericks Challenge machte in den letzten Jahren noch aus anderen Gründen als wegen der beeindruckenden Fähigkeiten, die dort unter Beweis gestellt werden, Schlagzeilen. In der Saison 2017/18 wurde das Turnier Teil der World Surf League und damit zu einer von drei Veranstaltungen bei der Big Wave Tour dieser Organisation – einem der angesehensten Surfwettbewerbe. In der Saison 2018/19 nahmen außerdem erstmals in der Geschichte Frauen am Turnier teil.