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Tiere beobachten in Point Reyes

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Tiere beobachten in Point Reyes
Kommen Sie der Tierwelt in Point Reyes nah

Im Nationalpark Point Reyes gibt es zahlreiche Tiere zu entdecken: Hirsche und Tule-Wapitis durchstreifen das Grünland, Seelöwen und Seehunde sonnen sich am Strand, Singvögel durchkämmen das Küstengebiet, Fischreiher und Reiherfeder schlagen sich im Sumpf die Bäuche voll, und Grauwale ziehen direkt vor der Küste ihre Runden. Es ist nahezu unmöglich, hier keine Wesen der Wildnis zu entdecken, doch um Ihre Chancen zu erhöhen, können Sie mit Point Reyes Safaris einen Ausflug unternehmen. Die Kleingruppen-Touren werden von einem professionellen Fotografen und Naturforscher geleitet. Oder machen Sie sich auf eigene Faust auf den Weg.

Tule-Wapitis am Tomales Point

Majestätisch aussehende Tule-Wapitis, eine Subspezies der Hirsche, die ausschließlich in Kalifornien vorkommen, bevölkern die Halbinsel. Die 220 Kilo schweren Hirsche waren einst weit verbreitet, sie wurden jedoch in den 1870er Jahren so viel gejagt, dass sie beinahe ausstarben. Heute gibt es in Point Reyes wieder über 500 Tiere. Zur Brunftzeit der männlichen Hirsche, für gewöhnlich von Juli bis September, hört man sie röhren oder kämpfen; dabei krachen ihre 20 Kilo schweren Geweihe gerne mal gegen einander. Das ganze Jahr über grasen die Tule-Wapitis in der Nähe der Straße, die zu Pierce Point Ranch führt. Wenn Sie sie nicht von Ihrem Auto aus erspähen, versuchen Sie es mit einer Wanderung auf dem Tomales Point Trail.

See-Elefanten am Chimney Rock

Von Dezember bis März besetzen mehr als 1.000 See-Elefanten die Strände, und gebären ihren Nachwuchs am Chimney Rock. Durch ihre massive Größe sind sie leicht zu erkennen – männliche Tiere können über fünf Meter lang werden und bis zu 3.500 Kilogramm wiegen. Am besten parken Sie am Chimney Rock Trailhead und gehen die Straße herunter zum Aussichtspunkt Elephant Seal Overlook. Die Chance, dieses Spektakel zu beobachten, besteht nur bis zum Frühlingsende; kleinere Gruppen sind aber in fast jedem Monat des Jahres zu sehen.

Vogelbeobachtung an Abbotts Lagoon

Vögel lassen sich überall in Point Reyes gut beobachten, doch am einfachsten und vielfältigsten ist es am Brackwasser der Abbotts Lagoon sowie den angrenzenden Süßwasserteichen. Folgen Sie dem Wanderweg, und Sie sehen Renntaucher, Bindentaucher, Blässhühner, australische Gleitaaren und Raubseeschwalben. Der Vogelzug im Herbst ist die beste Zeit, um die Tiere zu beobachten, doch auch während des restlichen Jahres gibt es genug zu entdecken.

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Spotlight: Point Reyes National Seashore

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19
July
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23°
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8°
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Dec - Feb
15°
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Mar - May
20°
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6°
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Sie ragt dramatisch in den Pazifik hinaus und erstreckt sich über ein Gebiet von 280 Quadratkilometern: Die große Halbinsel und einzige National Seashore an der Westküste erweckt den Anschein, von der nordkalifornischen Küste abgebrochen zu sein. Das Küstenschutzgebiet Point Reyes National Seashore befindet sich eine Stunde nördlich von San Francisco und gibt mehr als 1.500 Tier- und Pflanzenarten an seinen von dichten Wäldern umgebenen Stränden, Lagunen, Meeresarmen und Teichen eine sichere Heimat. Hier schützen Wellenbrecher abgelegene Strände, Nebelschwaden ziehen über die Küstenhänge, Seeelefanten kämpfen im Sand miteinander und Tule-Wapitis streifen durch wilde Wiesen.

In diesem üppigen grünblauen Wunderland gehören Ferngläser und Wanderstiefel zur Standardausrüstung. Auch ein Kajak kann sich als nützlich erweisen. Das Hauptbesucherzentrum im Bear Valley ist ein guter Ausgangspunkt für jede Erkundungstour – und Kinder sind von der interaktiven Ausstellung begeistert. Informieren Sie sich über Walbeobachtungen (normalerweise Januar bis Mitte April), Wildblumensaisons (am besten den ganzen Frühling über) und Bedingungen der Wanderpfade. Kleinere Besucherzentren finden Sie am Drakes Beach und am Point Reyes Lighthouse.

Den besten Blick auf Wildtiere erhaschen Sie am Tomales Point. Hier sehen Sie besonders während der herbstlichen Brunftzeit elegante Tule-Wapitis. Statten Sie dann der fast 1 Quadratkilometer großen Abbotts Lagoon einen Besuch ab, die eine reiche Vogelwelt bietet: Über 45 Prozent der nordamerikanischen Vogelarten wurden bereits im Point Reyes beobachtet. Der hundefreundliche Kehoe Beach und der kinderfreundliche Drakes Beach eignen sich ausgezeichnet für ausgedehnte Spaziergänge am Strand. Erkunden Sie bei Ebbe die Gezeitenbecken am McClures Beach. Wandern Sie an nebligen Tagen auf Wanderwegen im Bear Vallex durch die dichten Wälder voller Douglas- und Bischofs-Kiefern. Eine einmalige Aussicht auf den Pazifik bietet das Point Reyes Lighthouse aus den 1870er Jahren, zu dem Sie über 308 Stufen nach unten (und ja, auf dem Rückweg wieder nach oben) gelangen. Lassen Sie den Abend bei einem Abendessen bestehend aus Austern und Käsespezialitäten aus der Region in Point Reyes Station oder in Inverness ausklingen, und begeben Sie sich dann in eines der gemütlichen Bed-and-Breakfasts oder Landgasthöfe.

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Cliff Briggin/Getty Images

Die Strände von Point Reyes

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Die Strände von Point Reyes
Finden Sie entlang der 120 Kilometer langen Küste von Point Reyes Ihren Lieblingsstrand

Die Halbinsel Point Reyes zeichnet sich durch 120 Kilometer Küstenlinie und zahlreiche Strände aus, die sich bestens zum Sonnenbaden, zur Vogelbeobachtung sowie für Aktivitäten wie Kajakfahren oder Drachenfliegen eignen. Sie wollen so schnell wie möglich am Strand entspannen? Dazu empfiehlt sich Drakes Beach. Die kleine Bucht liegt unter hohen Klippen, und bietet Schutz vor den heftigen Winden von Point Reyes. Schwimmen ist hier angenehm, da das Wasser vergleichsweise ruhig ist. Halten Sie Ausschau nach dem Denkmal für Sir Francis Drake, der hier vielleicht 1579 mit seinem Schiff Golden Hind angelegt hat, um die Neue Welt zu entdecken. Am Wochenende haben das kleine Besucherzentrum und der Buchladen geöffnet.

In der Nähe befindet sich Point Reyes Beach, auch bekannt als „The Great Beach“ oder „Ten Mile Beach“, der 17 Kilometer Sandstrand und Meeresbrandung vorweist. Wenn Sie hier spazieren gehen, wissen Sie nie, was Ihnen begegnet, doch backsteinbrauner Sand, wilde Wellen und unvergessliche Sonnenuntergänge werden auf jeden Fall dazugehören. (Zugang über die Parkplätze von North Beach und South Beach.) Ein weiterer Tipp ist Limantour, der sich 20 Autominuten vom Bear Valley Visitor Center entfernt befindet. Der 1,5 Kilometer lange Strand zeichnet sich durch niedrige, grasbewachsene Dünen aus, die sich auch bei Wind perfekt zum Picknicken eignen. Es gibt genug Platz für alle, sogar für Autos und Hunde, die am südöstlichen Ende erlaubt sind.

Wenn Sie bereit sind, ein Stück zu gehen, finden Sie an den Stränden von Point Reyes genug Abgeschiedenheit, wenn gewünscht. Kehoe Beach am Nordende der Halbinsel ist außerdem bestens geeignet für Hunde. Ein leicht zu bewältigender, nahezu ebenmäßiger Weg führt Kehoe Marsh entlang, wo Singvögel umherhuschen und im Frühling gelber Senf hüfthoch wächst. Das sumpfige Gelände verwandelt sich in Richtung Meer in gigantische Dünen und Sandsteinfelsen. Weiter im Norden, in der Nähe der Pierce Point Ranch, befindet sich der fotogene McClures Beach, in einer Bucht gelegen und mit felsigen Klippen im Hintergrund. Während der Ebbe können Sie in Richtung Süden felsige Gezeitenbecken voller Meereslebewesen erkunden. Bei extremer Ebbe zeigt sich ein enger Durchgang in den Felsen, durch den Sie in eine abgelegene Bucht gelangen, die mit dem Strand durch eine schmale Felsenwand verbunden ist.

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Vinay Bavdekar/Getty Images

Point Reyes Lighthouse

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Point Reyes Lighthouse
Sehen Sie Wale und Seevögel bei einem Besuch dieser romantischen, nautischen Ikone

Der Leuchtturm Point Reyes Lighthouse steht genau am windigsten und nebligsten Punkt der Westküste und war von 1870 bis 1975 dafür verantwortlich, Schiffe vom tückischen Nordende der Halbinsel fernzuhalten. Sein Licht war über eine Strecke von 45 Kilometern sichtbar. Über 100 Jahre lang wurde jeden Tag bei Sonnenuntergang eine Öllampe im Inneren des Leuchtfeuers mit Fresnel-Linse entzündet, und 1.000 Glasprismen sorgten dafür, dass das Licht lange über den Horizont schien.

Heute empfängt der ikonische Leuchtturm Point Reyes Lighthouse zahlreiche Besucher, die am isolierten Küstenvorsprung den spektakulären Ausblick auf den Pazifik genießen oder etwas über die nautische Geschichte Kaliforniens erfahren möchten. Der Leuchtturm ist nicht mehr in Betrieb; er wurde durch ein automatisches Licht an den darunter gelegenen Klippen ersetzt, doch es ist ein magischer Ort, um die weite See zu beobachten. Hier ist es immer windig, sogar an relativ ruhigen Tagen. Ziehen Sie sich daher entsprechend an, denn der Wind kann eine Geschwindigkeit von bis zu 64 Kilometer pro Stunde erreichen.

Ein kurzer Weg führt vom Parkplatz den Berg hoch zum Lighthouse Visitor Center und einer Aussichtsplattform, von der aus Sie einen fantastischen Überblick über die zerklüfteten Klippen und eine riesige Ansammlung von Seevögeln haben, darunter eine Kolonie von Trottellummen. Die rauschenden Wellen des Pazifiks sowie die Treppe mit 308 Stufen, die zum Leuchtturm führt, runden das Bild ab. Mehr als 30.000 Grauwale ziehen hier auf ihrer jährlichen Migration von Alaska nach Mexiko vorbei, die tägliche Anzahl wird im Besucherzentrum unter „Today's Whale Count“ vermerkt. Von Dezember bis April sind es für gewöhnlich mehrere Hunderte. Gehen Sie die Treppe hinunter, um die ehrwürdig anmutenden Leuchtturmgebäude zu sehen. Sie liegen direkt an einem der felsigen Gipfel, die glänzende Oberfläche des Pazifiks reicht bis an den Horizont und die stürmische See tobt direkt unter ihnen.

Insider-Tipp: Die Treppen zum Leuchtturm sind nur von Montag bis Freitag von 10:00 bis 16:30 Uhr geöffnet, das Besucherzentrum und die Aussichtsplattform die ganze Woche. An Wochenenden und Feiertagen von Januar bis Mitte April betreibt der Parkservice einen vorgeschriebenen Shuttle-Bus zum Leuchtturm.