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Alcatraz | Visit California

Alcatraz

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Im Jahre 1854 errichtete man auf der vor San Francisco liegenden Insel Alcatraz den ersten Leuchtturm der Westküste, der die Schiffe bei ihrer Fahrt durch das Golden Gate leiten sollte. Sehr schnell kamen die Behörden außerdem zu dem Schluss, dass sich die winzige, nur knapp 9 Hektar große Insel mit dem passenden Spitznamen „The Rock“ („Der Felsen“) perfekt als Standort für eine staatliche Justizvollzugsanstalt eignen würde – dem geschäftigen San Francisco so nah und gleichzeitig so fern. Die nackten Klippen der Insel waren von gefährlichen Strömungen, extremen Gezeiten und eisigen Wassertemperaturen umgeben, sodass eine Flucht aus dem Gefängnis als unmöglich erschien.

Vom Bürgerkrieg bis zum Jahr 1934 diente Alcatraz als Militärgefängnis, dann wurde es zu einer zivilen JVA erklärt. Obwohl es nur drei Jahrzehnte als solche in Betrieb war, hat sich „The Rock“ als ultimative Strafkolonie in das amerikanische Gedächtnis eingebrannt – auch dank einiger Hollywoodfilme, wie beispielsweise dem Klassiker Flucht aus Alcatraz mit Clint Eastwood. In diesem Gefängnis waren einige der schlimmsten Verbrecher des Landes untergebracht: Al Capone, George „Machine Gun“ Kelly, und der „Bird Man“ Robert Stroud, ein Mörder, der sich zum Experten für Vogelkrankheiten entwickelte.

Nehmen Sie die Fähre zur Insel und erkunden Sie das verlassene Gefängnis bei Tag oder bei Nacht. Schon die 20-minütige Bootsfahrt ist mit ihrer belebenden Seeluft und den herrlichen Blicken auf die Bucht ein echtes Erlebnis, aber Ihr Fährticket gilt auch als Eintrittskarte für die Insel und beinhaltet eine optionale, von einem Ranger geführte Tour und eine 40-minütige Audio-Führung durch die Zellenblöcke, die Sie auf eigene Faust unternehmen können. Das Projekt „Doing Time“ verbindet die Stimmen tatsächlicher Insassen und Wärter mit den Nachstellungen von Schauspielern, sodass die leeren Wände des Gefängnisses unter den Erzählungen von Hungerstreiks, Einzelhaft und Fluchtversuchen zu neuem Leben erwachen. Insgesamt 23 Gefangene versuchten, von Alcatraz zu fliehen, aber bis auf drei Männer, die 1962 entkamen, wurden sie alle getötet oder wieder eingefangen. Bis heute weiß man nicht, was aus diesen drei Flüchtlingen geworden ist.

Betreten Sie im Zuge Ihrer Erkundungen auch einmal die geöffneten Zellen und stellen Sie sich die Eintönigkeit und Einsamkeit vor, die die Gefangenen empfunden haben müssen. Spazieren Sie um das Wachhaus und über den Hof und durchstreifen Sie die überraschend üppigen Gärten, die die Gebäude umgeben. Wenn Sie zwischen Ende September und dem 1. Februar kommen, sollten Sie den saisonalen circa einen Kilometer langen Agave Trail erkunden. Die spitzen Sukkulenten wurden von Gefängniswächtern gepflanzt, um einen Pflanzenzaun zu schaffen, der die Komplizen potenzieller Flüchtlinge davon abhalten sollte, mit ihren Booten auf der Insel zu landen. Der mit Steinen eingefasste Pfad schlängelt sich durch einen Eukalyptushain, bevor er abfällt und ein paar Meter über dem Wassersaum weiterführt. Hier haben Sie einen erstklassigen Blick auf die vorüberfahrenden Boote. Die Wanderer werden außerdem mit herrlichen Blicken auf San Francisco, die Golden Gate Bridge, das grüne Marin County im Norden und die nahe gelegene Angel Island, ein kalifornischer State Park, belohnt.

Insidertipps: Nehmen Sie die Fähre der Alcatraz Cruises, die ganz in der Nähe der Bay Street an Pier 33 des Embarcadero von San Francisco ablegt, um Sie nach Alcatraz zu bringen. An den Wochenenden und an Feiertagen wird es tendenziell sehr voll, deshalb empfiehlt es sich, die Tickets mindestens drei Wochen im Voraus zu buchen. Für den gesamten Ausflug sollten Sie zwei bis drei Stunden einplanen. Ziehen Sie bequeme Schuhe an, um den steilen Anstieg vom Anleger zum Gefängnis bewältigen zu können, und nehmen Sie eine Jacke mit, damit Sie dem berühmten kühlen Wetter von San Francisco etwas entgegen zu setzen haben.

Vorgestellt Alcatraz

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