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photo by paraflyer/Flickr

Vulkane, Geysire und Thermalquellen

Von den schneegekrönten Gipfeln des Mount Shasta im hohen Norden Kaliforniens zum Amboy Crater in der Mojave-Wüste ist die Landschaft reich an Zeugen der vulkanischen Vergangenheit – und Gegenwart – des Staates. Erkunden Sie diese bemerkenswerten Gesteinsformationen und erfahren Sie, wie diese mithalfen, das Land zu prägen: Steigen Sie hinab in eine Lavaröhre, klettern Sie hoch zum Rand eines Vulkantrichters, schauen Sie zu, wie ein Geysir heiße Dämpfe speit, oder suhlen Sie sich einfach in einer natürlichen Thermalquelle!

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Kodiak Greenwood

Mount Shasta

Mount Shasta
Erleben Sie Wildblumenwiesen, ganzjährige Schneefelder und einen Hauch von Esoterik!

Mit 4.322 Metern Gipfelhöhe über dem Meeresspiegel scheint dieser prächtige Vulkan nördlich von Redding am türkisblauen Himmel zu kratzen – weithin sichtbar von fast jeder Stelle im nördlichen Teil des Bundesstaates. Und im Unterschied zu vielen anderen Bergen erhebt er sich aus dem umgebenden Flachland in solch vollkommener kegelförmiger schneebedeckter Erhabenheit, dass er beinahe unwirklich erscheint – wie die Verwirklichung der naiven kindlichen Vorstellung von einem perfekten Berg.

"Doch dies ist kein Kindertraum, sondern ein ganz echter, ganz großer Vulkan, der zuletzt 1786 ausbrach und ein Muss für jeden ernsthaften Bergsteiger ist."

(Der berühmte Naturforscher John Muir schrieb, sein Blut habe sich „in Wein verwandelt“, als er diesen an den Fudschi erinnernden Berg zum ersten Mal sah.) Eine Besteigung ist nur den abgehärtetsten Kletterern zu empfehlen. Auskünfte über Bergführer erhalten Sie in The Fifth Season (einem Laden für “Outdoor”-Ausrüstungen, nicht für Karnevalsartikel!) im Städtchen Mount Shasta, einer esoterischen Hippie-Enklave an der Westflanke des Bergs. (Um ein Gefühl für den Ort zu bekommen, müssen Sie sich nur in The Crystal Room begeben, einen echten Augenschmaus voller Prismen.)

Zum Glück brauchen Sie nicht unbedingt den Gipfel zu erklimmen, um an diesem Bergparadies Ihre Freude zu haben. Leicht zu bewältigende Wanderrundwege führen durch wildblumenübersäte Wiesen und kühle Wälder. Einer der hübschesten Pfade – eine bequeme gut drei Kilometer lange Strecke am McCloud River entlang auf der Südseite des Berges – führt zu drei sehr schönen Wasserfällen, von denen die Middle Falls die prächtigsten sind. Dazu gibt es Campingmöglichkeiten, Höhlen und Angelreviere zum Fliegenfischen. In den meisten Wintern kann man im einfachen und hauptsächlich von Einheimischen genutzten Mt. Shasta Ski Park am Westhang des Berges auch Ski fahren.

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Kodiak Greenwood

Natürliche Thermalquellen in Mammoth

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Natürliche Thermalquellen in Mammoth
Tauchen Sie ein in die Heilbäder von Mutter Natur!

Angesichts der majestätischen Schönheit und Stille der Berge kann man sich kaum vorstellen, dass Mammoth Lakes am Rande eines alten Vulkantrichters liegt. Genau hier brach vor rund 760.000 Jahren ein gewaltiger Vulkan aus, der das vergleichsweise flache Becken hinterließ, indem nun Mammoth Lakes liegt. Ein herrliches Nebenprodukt dieser feurigen Vergangenheit sind die zahlreichen Thermalquellen in dieser Gegend. Viele dieser blubbernden Whirlpools, von denen einige zum gefahrlosen Baden geöffnet sind, liegen geballt zwischen Bridgeport und Mammoth Lakes, aber sie sind nicht immer leicht zu finden. Fragen Sie im Mammoth Lakes Welcome Center – westlich der Bundesstraße 395 in der Main Street Nr. 2510 – nach dem Weg. Und ganz gleich, wo Sie eintauchen: Vorsicht ist geboten! Das Gestein kann rutschig sein, und wenn sich das Wasser unangenehm heiß anfühlt, dann kommen Sie besser an einem anderen Tag noch einmal zurück. 

Fragen Sie nach den Travertine Hot Springs, die etwa eine Autostunde nördlich liegen und der beliebteste Badeplatz sind. Sie können aber auch zu den Buckeye Hot Springs fahren, die von Pappeln geschützt auf dem Grund einer Klamm liegen. An den Keough Hot Springs – etwa eine Autostunde südlich bei Bishop – sprudeln in jeder Minute rund 2.300 Liter Wasser aus dem Boden. In Mammoth Lakes selbst gibt es Whitmore Pool und Rock Tub (am Ende einer unbefestigten und nicht gekennzeichneten Straße) – in diesem auf natürliche Weise beheizten Schwimmbecken sind sechs Bahnen zum Schwimmen abgetrennt. Die Hot Creek Geologic Site im Süden von Mono County ist nicht zum Baden geeignet, doch Besucher können hier Quellen, Geysire und Fumarolen (Dampf- und Gasaustritte) bestaunen. 

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Kodiak Greenwood

Mono Lake Tufa State Natural Reserve

Mono Lake Tufa State Natural Reserve
Bestaunen Sie bizarre Gesteinsformationen, Schlackenkegel und einen supersalzigen See!

Es gibt nur wenige Orte in Kalifornien (und vielleicht auf der ganzen Erde), an denen man sich wie auf dem Mars fühlt – aber das hier ist ein solcher Ort. In diesem Schutzgebiet in der Hochwüste auf der Ostflanke der hohen Sierra säumen gespenstisch anmutende Kalktufftürmchen die Ränder eines eine Million Jahre alten Sees, des salzigen Überbleibsels eines einst gewaltigen Binnenmeers. Über eine Million Seevögel überfliegen ihn, landen auf seiner Oberfläche und ernähren sich von dem, was in ihm schwimmt – ein unglaublich lebendiges Schauspiel in einer vermeintlich trostlosen Umgebung.

Verschaffen Sie sich einen Überblick im ausgezeichneten Informationszentrum, das nördlich von Lee Vining und der Abzweigung der Tioga Road (der einzigen Straße in den Yosemite-Nationalpark von dieser Seite aus) an der Bundesstraße 395 liegt. Die Ausstellungen darin werfen ein Licht auf die Natur- und Kulturgeschichte des Mono-Beckens, aber auch auf die gewaltigen Umweltprobleme, die durch die Wasserableitung entstanden, an der dieser See beinahe zugrunde gegangen wäre. (Er wurde glücklicherweise durch die enormen Anstrengungen des örtlichen Mono Lake Committee gerettet, das in Lee Vining einen kleinen Laden mit hübschen Andenken und Mitbringseln betreibt.) Von Aussichtspunkten genießen Sie das Panorama: die Gipfel der Sierra Nevada im Westen, die mit Büschen übersäte Wüste im Osten und natürlich der See mit dem winzigen Wizard Island, einer wichtigen Brutstätte für Westmöwen und andere Seevögel. Vogelführungen werden zwischen Mitte Mai und dem Labor Day (erster Montag im September) freitags und sonntags um 8 Uhr früh angeboten. Das Besucherzentrum ist von Dezember bis März geschlossen.

Die Gegend wird von zahlreichen Wegen durchzogen. Sie können den sanierten Uferlebensraum am Lee Vining Creek und die Schlackenkegel der Region erkunden, die von Obsidian und Bimsstein überzogen sind, oder Sie wandern durch die South Tufa Area, wo Sie die Kalziumkarbonatformationen um den See ganz aus der Nähe betrachten können. Diese Gebilde entstanden durch Süßwasserquellen, die sich in das hochgradig alkalische Wasser des Sees ergossen, der zweieinhalbmal so salzig ist wie das Meer. Naturkundler bieten dreimal täglich zwischen Ende Juni und Labor Day kostenlose Führungen durch die South Tufa Area an. Paddelausflüge mit Führung kann man bei Caldera Kayaks buchen.

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Jeff Mosers/ Flickr

Grover Hot Springs State Park

Grover Hot Springs State Park
Aalen Sie sich in einer naturbeheizten Mineralquelle!

In einem Einschnitt der High Sierra, rund eine Autostunde südsüdöstlich des Lake Tahoe, sprudeln Mineralquellen aus der Erde, Zeugen der geologischen und geothermalen Kräfte, die diese Landschaft geformt haben. Die Quellen dieses Staatsparks im Westen des idyllischen Bergstädtchens Markleeville wurden möglicherweise 1844 von John C. Frémont entdeckt, jenem Forscher, der als erster „Weißer“ den Lake Tahoe gesehen haben soll – die Historiker streiten allerdings noch darüber. Fest steht jedenfalls, dass Menschen seit den 1850er hierher strömen, um in diesen heilenden Wassern zu „kuren“.

Die Becken des Parks werden aus sechs verschiedenen Quellen gespeist, die geringe Mengen Schwefel enthalten, weshalb Sie nicht den penetranten Gestank fauler Eier vernehmen, der von vielen anderen Thermalquellen ausgeht. Das Wasser tritt mit brühheißen 64 °C aus der Erde, wird aber heruntergekühlt, bevor es in die beiden Betonbecken des Parks geleitet wird: in eines zum „Einweichen“ bei unbedenklichen 39 °C und in das andere zum Schwimmen und Baden bei einer dafür angenehmen Temperatur.

Die Becken sind die meiste Zeit des Jahres geöffnet, allerdings variieren die Öffnungszeiten in der Nebensaison zwischen September und Mai, so dass es sich empfiehlt, vorher anzurufen unter +1 530 694‑2249. Der Staatspark verfügt zudem über einen Campingplatz mit 76 Zeltplätzen. Einige der Wanderwege sind auch für Kinder leicht zu bewältigen (Sie sollten unbedingt am Hot Springs Creek entlang zum Wasserfall laufen), während die etwas längeren in die umliegende Bergwelt führen.

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Photo by Bureau of Land Management/Flickr

Amboy Crater

Amboy Crater
Steigen Sie in die 6.000 Jahre alten Überreste eines Vulkans!

Der Amboy Crater, der unweit der historischen Route 66 liegt und 1973 zum nationalen Naturdenkmal erklärt wurde, ist ein Beispiel dafür, wie die Natur nahezu perfekte geometrische Formen schaffen kann – in diesem Fall einen fast symmetrischen vulkanischen Aschekegel. Diese 76 Meter hohe „Unebenheit“ in der Landschaft der Mojave National Preserve bietet Panoramaaussichten auf einige erstaunliche Naturphänomene, darunter ein 42 Kilometer langer Lavastrom, der Bristol Dry Lake und die Marble Mountains.

Ein gepflegter Wanderweg führt mit sanfter Steigung um die Westhälfte des Kegels zu einer Bruchstelle, aus der sich einst Basaltlava über ein riesiges Areal ergoss und Lavaseen, (inzwischen eingefallene) Lavaröhren und Senken sowie Schweißschlackenkegel schuf. Wenn Sie die Mitte des Kegels erreicht haben, wandern Sie entweder geradewegs in den Trichter hinein oder setzen Ihre Wanderung über die steilen Wege zum Rand fort. Die Aussicht von dem 460 Meter breiten Trichterrand wird Sie gewiss beeindrucken, wenn Sie die Weite der Mojave-Wüste vor sich sehen und weit entfernte Autos auf den Wüstenstraßen wie Spielzeug in dieser epischen Landschaft erscheinen.

Wie die meisten Ausflugsziele in der Mojave sollten Sie auch dieses zwischen Spätfrühling und Frühherbst meiden, wenn die Tagestemperaturen regelmäßig an die 40 °C heranreichen. Legen Sie Ihren Besuch also in den Winter oder kurz danach – nicht nur wegen der angenehmeren Temperaturen, sondern auch wegen der Wildblumenblüte, die – je nach winterlichen Niederschlägen – bereits im Februar beginnen kann.

Lava Beds National Monument
Cyril Fluck/Flickr

Lava Beds National Monument

Lava Beds National Monument
Steigen Sie hinab in schaurige historische Lavaröhrenhöhlen!

Das Lava Beds National Monument, eine unwirklich anmutende Landschaft, geformt aus geschmolzenem Gestein, umfasst vulkanische Tafelländer, durchsetzt von Aschekegeln, Vulkankesseln und Schweißschlackenkegel sowie über 700 Höhlen. Diese merkwürdigen Gebilde entstanden, als Lavaströme an ihren äußeren Rändern abzukühlen begannen und so Röhren bildeten. Als der Strom flüssiger Lava dann versiegte, blieben die gehärteten Röhren zurück.

Auf den ersten Blick mag diese Landschaft trocken und öde erscheinen, doch bei genauerem Hinsehen entdecken Sie, dass der karge Boden und das dunkle Gestein der zerklüfteten Lavaströme von Wüstenbeifuß, Bergmahagoni und Westamerikanischem Wacholder durchsetzt sind, die wiederum Nahrungsquellen bilden für höhere Lebewesen wie Maultierhirsche, Gabelböcke, Kaninchen und verschiedene Vogelarten – darunter auch Weißkopfseeadler, die Wappenvögel der USA. Bringen Sie ein Fernglas mit und schauen Sie mal, wen Sie alles entdecken können – am besten am frühen Morgen und Abend.

Sie sollten auch eine Stirn- oder Taschenlampe mitbringen – und eine warme Jacke –, um die Lavaröhren zu erkunden. Im Sommer wird es in dieser Gegend Kaliforniens ziemlich heiß (nicht selten werden tagsüber Temperaturen von 40 °C und mehr erreicht), doch innerhalb der Lavaröhren ist es erstaunlich frisch – hier finden Sie möglicherweise sogar das ganze Jahr über Eis!

Sie können diese Röhren auf eigene Faust erkunden – Sie benötigen keinerlei Höhlenerfahrung, und die Kinder flippen aus, wenn sie diese geheimnisvollen Gebilde betreten dürfen. Und auch wenn Sie nicht weit kommen, kann die Begehung einer solchen Röhre recht anstrengend sein, weil Sie sich ducken und winden und durch Engstellen zwängen müssen. Man versteht leicht, wie diese Höhlen während des Modoc-Krieges 1872/73 als Verstecke genutzt wurden – bei diesem einzigen Indianerkrieg in Kalifornien verteidigten die Modoc-Indianer ihre seit Generationen angestammte Heimat gegen die Soldaten der US-Armee.

Entlang der Cave Loop Road in der Nähe des Besucherzentrums sind rund zwei Dutzend Röhren zur Erkundung geöffnet. Die meisten Röhren des Parks sind nach Schwierigkeitsgraden eingestuft, und Neulinge der Höhlenforschung sollten mit der Hopkins Chocolate Cave (428 Meter lang) oder der Blue Grotto Cave (470 Meter) beginnen. Die größte Herausforderung ist die bemerkenswerte Catacombs Cave, mit einer Gesamtlänge von über 2.100 Metern eine der längsten und komplexesten in diesem Park.

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Lava Beds National Monument was a training ground for astronauts heading to the moon.
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Photo by The Greater Southwestern Exploration Company/Flickr

Fossil Falls

Fossil Falls
Rauschender Fluss, glänzende schwarze Lava

Der Name Fossil Falls („Fossilienfälle“) führt ein wenig in die Irre, denn tatsächlich gibt es hier weder Fossilien noch (Wasser-)Fälle. Doch eine kleine Wanderung durch diese glattgeschliffenen Lavagebilde knapp 60 Kilometer nordwestlich der Wüstenstadt Ridgecrest ist eines der Glanzlichter einer jeden Autofahrt auf der Staatsstraße 395.

Dieser bemerkenswerte Ort entstand durch das Zusammenspiel von Wasser, das aus dem Owens River herabstürzte (der in feuchteren Urzeiten wesentlich mehr Wasser führte), mit Lava, die sich bis vor nur 20.000 Jahren aus den nahen Vulkanen ergoss. Das Ergebnis ist diese surreale, verschachtelte Schlucht aus glänzender schwarzer Lava in bizarren Formen. Ein kurzer Weg führt zu den „Fällen“, die Sie zunächst von oben betrachten können – um näher heranzukommen, folgen Sie einfach dem weiteren Abstieg über die „Fälle“ nach unten (halten Sie Kinder an der Hand, denn man verliert hier leicht den Halt).

Insider-Tipp: Auch der Nachthimmel an diesem entlegenen Ort in der Wüste ist beeindruckend: Schauen Sie sich das allnächtliche Schauspiel vom Campingplatz Fossil Falls mit elf Zeltplätzen an, der auch über Toiletten, Trinkwasser, Picknicktische und Feuerringe verfügt.