California's New Desert Monuments
Sierralara/Alamy

Kaliforniens National Monuments in der Wüste

Im Februar 2016 wurden drei neue National Monuments geschaffen, die zusammen knapp 7300 Quadratkilometer der kalifornischen Wüste schützen. Die Namen der Reservate spiegeln die Landschaft wider, die sie schützen: Sand to Snow, Mojave Trails, und Castle Mountains.

„Diese Projekte schützen wunderschöne Landschaften der Abgeschiedenheit, Inspiration und Freizeitbeschäftigung“, sagt David Myers, Executive Director der Wildlands Conservancy – eine Gruppe, die zusammen mit Kaliforniens U.S. Senatorin Dianne Feinstein unermüdlich daran arbeiteten, die Landschaften zu schützen. „Die National Monuments verbinden die Landschaft im Osten Kaliforniens von den San Bernardino Mountains, über den Joshua Tree National Park und bis hin zum Death Valley“, beschreibt Myers. Obwohl einige Teile bereits als Wüsten- oder Wildtier-Reservate geschützt waren, verbinden diese neuen National Monuments die kleineren Teile – und ihre empfindlichen Ökosysteme –  miteinander in einem großen Sicherheitsnetz. 

Jetzt haben Wüstenbewohner wie Dickhornschafe, Königsadler, Fransenfinger und Wüstenschildkröten nahezu 8000 geschützte Quadratkilometer, die sie ihr Zuhause nennen können.

 „Die National Monuments bieten für viele seltene und gefährdete Tierarten eine wichtige Verknüpfung von Lebensräumen“, sagt Myers. Jetzt haben Wüstenbewohner wie Dickhornschafe, Königsadler, Fransenfinger und Wüstenschildkröten nahezu 8000 geschützte Quadratkilometer, die sie ihr Zuhause nennen können.

Es könnte noch einige Jahre dauern, bis mehr Wege und Besucherzentren gebaut werden, aber es gibt trotzdem einige Möglichkeiten, diese einzigartigen und wunderschönen Landschaften zu erkunden. Bereiten Sie sich nur gut darauf vor. Nehmen Sie ausreichend Wasser und Snacks sowie genug Sonnenschutz, eine Mütze und wärmere Bekleidung mit. (Wenn die Sonne untergeht, kann es in den Wüsten überraschend kühl werden.) Denken Sie auch darüber nach, sich ein geländetaugliches Auto mit Allradantrieb zu mieten, um damit auf den holprigen, nicht asphaltierten Straßen zurecht zu kommen und vergessen Sie nicht noch mal zu tanken, bevor Sie weiterfahren. Planen Sie Ihre Route im Voraus und teilen Sie diese mit Ihren Freunden und Familien; Mobilfunknetz ist in diesen Reservaten schlecht bis nicht vorhanden. 

—Ann Marie Brown

 

Sand to Snow National Monument
Ann Marie Brown

Sand to Snow National Monument

Sand to Snow National Monument
Erkunden Sie ein unberührtes Naturparadies für Vogelfreunde und abenteuerlustige Wanderer

„Das botanisch vielfältigste National Monument in den USA“ – so betitelt David Myers von The Wildlands Conservancy das Sand to Snow National Monument. Den Namen bekommt dieses National Monument durch die vielfältigen Landschaften - vom sandigen Wüstenboden bis hin zum höchsten Gipfel in Südkalifornien, Mount San Gorgonio auf 3350 Metern, der oft bis in den Frühling hinein mit Schnee bedeckt ist. 

Um den sandigen Teil von Sand to Snow zu besuchen, fahren Sie zum Bereich des Whitewater Canyon Preserves innerhalb des National Monuments. Die Abzweigung für den Whitewater Canyon ist circa acht Kilometer westlich von Palm Springs auf der Interstate 10. Nehmen Sie die Whitewater Canyon Road circa acht Kilometer nach Norden zum Ausgangspunkt des Wanderweges, folgen Sie dann dem normalerweise ausgetrockneten Flussbett des Whitewater River für knapp drei Kilometer und Sie erreichen Red Dome, ein rost-farbener Berg (Dieser entstand durch ein Aufstoßen eines Vulkans, der bis zur Erdkruste emporkam). Oder, falls Sie einen abenteuerlichen Aufstieg suchen, folgen Sie dem etwas über 5 Kilometer langen Canyon View Loop Trail. Sie werden dabei 300 Höhenmeter zurücklegen und mit großartigen Aussichten auf die umliegenden Gipfel belohnt. Dieser Loop folgt einem Teil des Pacific Crest Trail, ein atemberaubender Fernwanderweg von Mexiko nach Kanada.

Wenn Sie eher üppige und blätterreiche Wege bevorzugen, halten Sie am Big Morongo Canyon Preserve, eine wilde Oase für Vogelliebhaber. Hier werden Sie von Singammer und Kolibri umgeben, während Sie dem Mesquite Trail auf Brettern durch ein sumpfiges Labyrinth aus Weiden und Pappeln folgen. Nahezu 250 Vogelarten wurden hier im dschungelartigen Feuchtgebiet rund um Big Morongo Creek schon entdeckt.

Um die schneereichen Bereiche von Sand to Snow zu besuchen, empfiehlt Myers eine Tour, die unter den Locals sehr beliebt ist: einen Ausflug zum Weiler von Forest Falls und eine kurze Wanderung auf dem Vivian Creek Trail – mit Schneeschuhen im Winter oder Wanderstiefeln im Sommer. Um den Ausgangspunkt des Wanderwegs zu erreichen, fahren Sie nach Westen auf der I-10; nehmen Sie die Ausfahrt nach Yucaipa und folgen Sie der State Highway 38 nach Norden, dann östlich nach Forest Falls. Der Wanderweg führt auch zu einem knapp 13 Kilometer langen Anstieg zum Gipfel von San Gorgonio, aber seien Sie gewarnt: es ist ein unglaubliches Workout, auf dem mehr Höhenmetern zurückgelegt werden, als beim Anstieg des Half Dome in Yosemite. Planen Sie für hin und zurück etwa 12 Stunden ein und nehmen Sie viel Essen und Wasser mit. Wenn Sie es geschafft haben, belohnen Sie sich mit einem neuen Paar Wanderstiefel aus dem Ecco Outlet bei den Desert Hills Premium Outlets, das Zuhause von vielen hochwertigen Marken zu Outletpreisen. Fahren Sie circa 17 Kilometer nach Westen auf der I-10, um Cabazon und die Outlets zu erreichen.

Mojave Trails National Monument
Ann Marie Brown

Mojave Trails National Monument

Mojave Trails National Monument
Folgen Sie der Straße aller Straßen hin zu Vulkanen, Sanddünen und atemberaubenden Aussichten

Dieses dramatische National Monument, westlich von Needles gelegen, schützt eine Weite von knapp 6500 Quadratkilometern. Hier können Sie türmende Sanddünen, magische Bergpanoramen und Überreste einer vulkanischen Vergangenheit entdecken. Das Mojave Trails National Monument hat „einige wirklich große nationale Schätze“, sagt David Myers, Executive Director bei Wildlands Conservancy, „darunter der längste nicht ausgebaute Teil der historischen Route 66“.

Wandern Sie knapp fünf Kilometer hoch zum Amboy Crater, einem knapp 80 Meter hohen Aschekegel und einer der jüngsten Vulkane in Nordamerika. Nutzen Sie anschließend die Gelegenheit für einige Selfies in Amboy, einer selbst-ernannten „Geisterstadt, die noch nicht tot ist“. Der Ort mit den Überbleibseln einer Schule, einer Kirche, einer Garage, einem Friedhof und sogar einem Flughafen, ist nahezu komplett verlassen. Bekannt geworden ist der Ort für die widerspiegelnde Verlassenheit einer Wüstengemeinde, die in den 50ern und 60ern Jahren ihre Blütezeit erlebte und seither zurückgelassen wurde. Sollte das Roy’s Cafe geöffnet sein, können Sie sich mit köstlichen Snacks für Ihren Roadtrip und Route 66 Truckermützen als Andenken eindecken. 

In Mojave Trails befindet sich auch die dramatische Bigelow Cholla Garden Wilderness. Das Reservat, 27 Kilometer westlich von Needles, schützt Kaliforniens dichteste Ansammlung des flauschig aussehenden, kniehohen Kaktus – den Bigelow Cholla; ein traumhaftes Fotomotiv, wenn das Licht am späten Nachmittag die Pflanzen von hinten beleuchtet. (Fassen Sie sie aber nicht an – Cholla-Nadeln sind unglaublich schwer zu entfernen.) Halten Sie bei Sonnenaufgang und –untergang nach Feldhasen und Coyoten Ausschau. Sternegucker und Geologiebegeisterte sollten den Afton Canyon nicht verpassen: eine regenbogenfarbige Schlucht, die durch eine Flut in der Pleistozän-Ära gezeichnet wurde. Manchmal als „Grand Canyon der Mojave“ betitelt, ist der Bereich ein toller Ort, Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, darunter Dickhornschafe, Wegekuckucke und zahlreiche Arten von Raubvögeln, die in den Schluchtwänden nisten.

Castle Mountains National Monument in California's Deserts Region
Gina Ferazzi/Getty Images

Castle Mountains National Monument

Castle Mountains National Monument
Sehen Sie spektakuläre Spitzen und überraschende „Wüstenwälder“

Das nördlichste der neuen National Monuments in der Wüste, das Castle Mountains National Monument, ist auf drei Seiten vom Mojave Reservat umschlossen. Mit knapp 85 Quadratkilometern ist es das kleinste der drei neuen National Monuments in der Wüste. Aber klein bedeutet nicht unbedeutender. Im Zentrum liegt Castle Peaks, eine Ansammlung an beeindruckenden Spitzen, die hoch in den Himmel ragen wie die Befestigungsmauern einer antiken Festung. Am Fuß der Berge liegen einige der schönsten Wiesen der Mojavewüste sowie dichte Wälder mit kalifornischem Wachholder und Joshuabäumen. 

In der Region steckt auch viel Menschengeschichte. Hier wurden archäologische Stätten der amerikanischen Ureinwohner entdeckt und die verbleibenden Gebäude des historischen Goldgräber-Ortes Hart zeigen ansatzweise die Herausforderungen des Lebens in der Wüste. Diese und andere Entdeckungen bieten einen faszinierenden Einblick in dieses überraschend vielfältige und wunderschöne Reservat.