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Colby Brown

Entdeckungen auf dem Weg nach Yosemite

Monolithe aus Granit, Wasserfälle, Bergwiesen – es ist kein Geheimnis, dass Yosemite bei seinen Besuchern das große Staunen auslösen kann. Was aber viel weniger bekannt ist, sind die erstaunlichen Dinge, die man schon auf dem Weg zum Urlauberfavoriten unter den kalifornischen Nationalparks sehen und erleben kann. Jeder der vier Hauptzufahrtswege nach Yosemite bietet seine eigenen Entdeckungen, die durchaus einen Halt wert sind: die Geschichte des “Gold Rush”, herrliche Berglandschaften, versteckte Weinbaugebiete und reizende Dörfchen und Städtchen (mit teilweise überraschend „hippen“ Läden und Restaurants). Viele dieser parknahen Orte sind zudem eine großartige (und preiswerte) Alternative zu den Unterkünften im Park – die Auswahl reicht von historischen Landgasthäusern und Frühstückspensionen bis zu Campingplätzen ohne großen Andrang.

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John Menard

Highways 49

Highways 49
Stechwinden, Goldwaschen und historische Saloons

Reisen Sie auf der Highway 49 zurück in die Goldrausch Ära, wo bezaubernde Minienstädte die Route säumen, umgeben von großartigen Panoramen und sprudelnden Flüssen der westlichen Sierra Nevada Vorgebirge. Die mehr als 480 Kilometer lange Straße – auch als Gold Rush Trail und Gold Chain Highway bekannt – beginnt in Oakhurst bevor sie sich nach Norden durch historische Städte schlängelt, die ihren 1850er Charme erhalten haben.

Halten Sie am California State Mining and Mineral Museum in Mariposa für eine schnelle Goldrausch Lehrstunde und riskieren Sie einen Blick ins Hotel Jeffrey, ein historischer Ort in Coulterville, wo angeblich schon John Muir und Theodore Roosevelt zu Besuch waren.

Je nach Jahreszeit können Sie nur etwas nördlich von Coulterville östlich auf die Highway 120 (aka Tioga Pass) in den Yosemite National Park fahren (je nach Wetterbedingungen, schauen Sie hier nach aktuellen Informationen zu Straßensperrungen).

Oder, wenn Sie weiter nach Norden fahren, tauchen Sie noch mehr in die Goldrausch Geschichte in Jamestown ein, entweder in einer antiken Dampflokomotive in Jamestown Railtown 1897 State Historic Park oder während Sie nach Goldwaschen. Fahren Sie weiter nach Sonora, ein klassisches Mother Lode Städtchen. Genießen Sie neue amerikanische Küche in einem Gebäude aus der Goldrausch-Ära, mit freiliegenden Steinwänden im Diamondback Grill oder schlürfen Sie eine Sarsaparilla im nahe gelegenen Columbia State Historic Park, wo verkleidete Dozenten historische Touren leiten.

Highway 49 fährt durch zahlreiche Counties, darunter Calaveras County, wo eine Reise im Mai nicht vollständig wäre, ohne den Froschspringwettbewerb im Calaveras County Fair and Frog Jump Jubilee – einer der längsten bestehenden Events in Kalifornien. Um Ihre Fahrt mit ein bisschen Adrenalin zu unterbrechen, schnallen Sie sich an für eine Zipline Fahrt ins Angels Camp’s Moaning Cavern – eine große Kammer, groß genug um die Freiheitsstatue zu beheimaten.

Für weitere Entdeckungsideen für die Gold Country, führen Sie Ihre Reise auf der "Kalifornisches Gold" Autoreise fort.

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MIguel Vieira/Flickr

Highway 120

Highway 120
Klettern Sie über den Tioga Pass nach Yosemite!

Erleben Sie die östliche Sierra während Sie zum Yosemite National Park durch den 3.021 Meter langen Tioga Pass, die Highway 120 fahren – der östliche Zugang in den Park. Die Schnellstraße geht ordentlich ins Hochland und schließt während des Winters (normalerweise von November bis Mai, schauen Sie hier nach den aktuellen Bedingungen). Wenn die Straße offen ist, ist auch Whoa Nellie Deli geöffnet, ein überraschend, gutes Restaurant in der Nähe vom Dorf Lee Vining am Anfang der Route. Warum überraschend? Das Deli ist in einer Tankstelle – ja, wirklich! Bestellen Sie die leckeren Lobster Taquitos oder den Wildbüffelhackbraten und gehen Sie nach Draußen und essen an Tischen mit weiten Aussichten auf den nahegelegenen Mono Lake. Der Rest eines historischen Binnenmeers ist (gerade unter Fotografen) berühmt für seine unwirklichen natürlichen Formationen bekannt als Tufa Towers (sie sehen ein bisschen aus wie turmhohe, verwitterte Schachfiguren entlang des Sees). Millionen von Vögel strömen ebenso an den See, angezogen von der High-Desert Lage und dessen einzigartigen Chemismus (dreimal salziger als der Ozean!) und machen es zu einer Top-Destination für Vögelbeobachter. Im Besucherzentrum des Mono Lake Tufa State Natural Reserve erfahren Sie mehr darüber.

Sobald Sie die Highway 120 von Lee Vining aus in Yosemite hineinfahren, finden Sie schnell Zugang zu Alpenseen (wie Tioga Lake und Ellery Lake), Granitkuppeln und Sommerwildblumen in Tuolumne Meadows. Fahren Sie weiter von Highway 120 auf die Evergreen Road zur ruhigen Hetch Hetchy Valley, eine weniger bekannte Region, die die längste Wandersaison im gesamten Park bietet. Folgen Sie den Wegen zu einem Wasserfall (wie Wapama Falls) oder zu einer weiten Wildblumenaussicht am Beehive Meadow Trail

Auf der westlichen Seite des Parks, 40 Kilometer entfernt vom Big Oak Flat Eingang, halten Sie im Goldrausch-Dorf Groveland. Genießen Sie Biscuits und Bratensoße im Iron Door Saloon, ein ehemaliges Postgebäude. Bleiben Sie in Zimmern, gehalten im viktoranischen Stil, im The Groveland Hotel, ein ehemaliges Spielhaus und Rangerstation, wo Sie kalifornische Küche im The Cellar Door genießen können. Flüchten Sie in ein Wunderland von heimischen Gärten und schwirrenden Kolibris im Mountain Sage Nursery, wo Sie auch Live-Musik und ein Café finden. Highway 120 endet, nachdem es sich am Don Pedro Reservoir säumt, eine tolle Angeldestination im Sommer und Herbst.

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Prayitno/Flickr

Highway 41

Highway 41
Weinproben, Feinschmeckerkost und “Craft”-Bier

Dieser Weg nach Yosemite beginnt in Fresno. Fahren Sie erst nach Norden und dann ostwärts durch das wellige Vorgebirge. Machen Sie einen kleinen Umweg, um dem unscheinbaren Madera Wine Trail zu folgen, einem Weinpfad, der zu über einem Dutzend Weingütern mit freundlichen Verkostungsräumen führt.

Kurz bevor Sie durch den Südeingang des Parks fahren, sollten Sie noch einen Abstecher zum luxuriösen Château du Sureau einplanen, der opulenten Altweltvision der aus Österreich stammenden Köchin und Hotelbesitzerin Erna Kubin Clanin. Gönnen Sie sich eine Übernachtung (das Gasthaus liegt knapp 25 Kilometer südlich von Yosemite), oder kosten Sie einfach die Haute Cuisine und genießen Sie das Ambiente eines französischen Landsitzes in Erna’s Elderberry House Restaurant. Wenn Sie mehr auf Bier stehen, dann probieren Sie in kleinen Mengen gebraute obergärige Biere aus der nahen South Gate Brewing Company und lassen sich formlos die Brauerei zeigen.

Bahnen Sie sich hinter Oakhurst Ihren Weg zum winzigen Fish Camp (59 Einwohner), das drei Kilometer südlich des Parkeingangs und der Mariposa Grove mit den riesigen Mammutbäumen liegt. Nächtigen Sie im elegant-rustikalen Little Ahwahnee Inn oder in der nahen Tenaya Lodge, einem Urlaubshotel mit komplettem Service, “Spa” und mehreren gastronomischen Optionen. Und Eisenbahnfreunde sollten auf jeden Fall die Yosemite Mountain Sugar Pine Railroad nehmen, eine kommentierte Bahnfahrt mit Dampflok durch einen wilden Kiefernwald.

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Ken Lund/Flickr

Highway 140

Highway 140
Agrarland, Spitzenweine aus den Sierra Foothills und historischer Charme

Nehmen Sie die Staatsstraße 140 von Merced durch das fruchtbare Agrarland des Central Valley auf Ihrem Weg zu den Weingütern des Anbaugebiets “Sierra Foothills”. Probieren Sie die kräftigen, schokoladigen Zinfandels der Region, bevor Sie zu der echten Goldgräberstadt Mariposa weiterfahren.

Schlendern Sie an Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert vorbei – zum Beispiel dem Gerichtsgebäude von 1854, das noch immer als solches genutzt wird – und bestaunen Sie einen fast 6½ Kilogramm Klumpen kristallinen Golds im California State Mining and Mineral Museum. Die modernere Seite von Mariposa finden Sie in Savoury’s Restaurant, wo Pasta und Grillspezialitäten in eleganten Räumlichkeiten serviert werden – oder kosten Sie einheimische Weine und kalifornische “Craft”-Biere in The Alley.

Hinter Mariposa führt der Highway 140 am wildromantischen Merced River vorbei, bevor er El Portal an der Grenze zum Yosemite erreicht. Übernachten Sie in Zimmern mit Blick auf den rauschenden Fluss in der Yosemite View Lodge oder im “Arts and Crafts”-Stil des Yosemite Blue Butterfly am Flussufer.

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Colby Gutierrez-Kraybill/Flickr

Yosemite Area Regional Transportation System (YARTS)

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Yosemite Area Regional Transportation System (YARTS)
Die autofreie Art, Yosemite zu besuchen

Wenn Sie es nicht gewohnt sind, enge und kurvenreiche Bergstraßen zu fahren, oder wenn Sie einfach bei der Fahrt zum Yosemite National Park auch die herrliche Landschaft genießen möchten, dann überlassen Sie das Fahren dem Yosemite Area Regional Transportation System (YARTS). Dabei sparen Sie nicht nur Automiete und Treibstoffkosten, sondern können auch Ihre ganze Aufmerksamkeit den Schönheiten am Straßenrand widmen, statt sich auf die Straße selbst konzentrieren zu müssen. Und nebenher helfen Sie mit, Verkehrsstaus im Park zu vermeiden.

YARTS fährt den Park ganzjährig über die Staatsstraße 140 von Merced aus an. Im Sommer fahren Busse zusätzlich aus dem Norden (ab Sonora) und Osten (ab Mammoth Lakes) in den Park. An jeder Strecke gibt es zahlreiche Haltestellen, so dass Sie auch in vielen reizvollen Orten auf dem Weg zum Park zu- oder aussteigen können. Im Park können Sie die kostenlosen Pendelbusse nehmen, um alle wichtigen Ziele innerhalb des Parks zu erreichen, darunter im Sommer auch den Bus zu den Wanderwegen in den Tuolumne Meadows. Wenn Sie das Yosemite Valley auf vergnügliche Weise unmotorisiert kennenlernen möchten, dann leihen Sie sich an einer von verschiedenen Stellen ein Fahrrad und radeln Sie auf befestigten Wegen zum Mirror Lake, zu den Yosemite Falls und anderen Sehenswürdigkeiten im Park.