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Laura Flippen

Trip 4 Tage 10 stops

Kalifornisches Gold

Machen Sie sich ein Bild vom Leben im echten „Wilden Westen“, indem Sie auf den Spuren des kalifornischen “Gold Rush” („Goldhatz“, häufig falsch als „Goldrausch“ übersetzt) wandeln, einem prägenden Ereignis des 19. Jahrhunderts. Schürfen Sie selbst nach dem glitzernden Metall und schauen Sie sich an, wie Kaufleute in historischen Kostümen das Leben in den 1850er Jahren im Columbia State Historic Park nachstellen! Klettern Sie in ein Schlauchboot zu einem feuchtfröhlichen Wildwasserabenteuer auf dem American River! Und kosten Sie vom modernen Schatz des Gold Country: schmackhaften Weinen von versteckt gelegenen Weingütern!

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State Capitol

Sacramento

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Sacramento
Goldene Vergangenheit, glänzende Zukunft

Beginnen Sie Ihre Reise im Mittelpunkt des Staates, wo auch die Hauptstadt Sacramento liegt. Wie viele Städte erlebt auch die Hauptstadt Kaliforniens derzeit eine dynamische Erneuerung. Junge Menschen auf der Suche nach Stadtatmosphäre ziehen in diese unauffällige Stadt, und für sie schießen überall Kleinbrauereien, Kneipen mit guter Küche und schicke Boutiquen aus dem Boden. Preisgekrönte Köche wecken Aufmerksamkeit, weil sie sich auf regionale Zutaten spezialisieren, und gute Beziehungen zwischen Restaurants und den umliegenden Bauernhöfen sind längst nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. An heißen Sommertagen sind die Abende hier angenehmer als an nahezu jedem anderen Ort im Staat, wenn die Einheimischen auf den Veranden ihrer eleganten viktorianischen Häuser sitzen und Kinder bis zum Sonnenuntergang in Grünanlagen spielen.

Als Staatshauptstadt hat Sacramento natürlich einiges zu bieten, und nicht selten treffen sich bunte Gruppen rund um das überkuppelte Kapitolsgebäude. Museen findet man hauptsächlich im Bereich der Capitol Mall und in der historischen Altstadt von Sacramento, jenem renovierten Stadtbezirk am Sacramento River, der zur Zeit des „Goldrauschs“ Dreh- und Angelpunkt des Geschehens war. Es ist leicht, von einem dieser Orte zum anderen zu gelangen, und Verkehrsstauungen sind meist nur von kurzer Dauer. Außerdem wurde Sacramento von der League of American Bicyclists (Liga amerikanischer Radfahrer) mit dem Gold-Preis für Fahrradfreundlichkeit ausgezeichnet – es ist also auch eine Stadt, die man sehr gut auf dem Drahtesel erkunden kann, denn sie verfügt über breite Radspuren und befestigte Radwege entlang des Sacramento und des American River. Zusätzlich gibt es eine praktische Stadtbahn, die beliebte Orte innerhalb der Stadt miteinander verbindet.

Ihre Reise führt nun weiter auf den Highway 49, wo eine faszinierende und vergnügliche Fahrt zu einigen der wichtigsten historischen Städte des “Gold Rush” beginnt – und wo Sie heute innovative Restaurants, preisgekrönte Weine, reizende Boutiquen und einladende Pensionen finden.

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Nevada City (98 km; 1 Std. 5 Min.)
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Laura Flippen

Nevada City

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Nevada City
Großartiges Essen, Wein und Shows sind in der „Hauptader“ zu Hause

Dieses von Wäldern eingerahmte Städtchen mit seinen hübschen viktorianischen Gebäuden und schattigen Alleen rund hundert Kilometer nordöstlich von Sacramento gehört zu den schönsten Orten im Gold Country. Es begann 1849 als Bergarbeiterlager und besitzt noch immer einen Stadtkern aus guterhaltenen historischen Bauten, darunter das älteste noch in Betrieb befindliche Gebäude in Kalifornien, das eigens für Darbietungen gebaut wurde, das Nevada Theatre von 1865, wo schon alles von Mark Twain bis Mötley Crüe auftrat. Gleich um die Ecke, an der Main Street, dient eine Feuerwache mit Glockenturm und viktorianischer Fassade im Zuckerbäckerstil als kompaktes Geschichtsmuseum, in dem Kochkörbe der einheimischen Nisenan-Indianer neben Zeugnissen der frühen Stadtbewohner und chinesischer Pioniere ausgestellt sind. In makellosen Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert mit Holzbalkonen sind heute Restaurants, Andenkenläden (Mitbringsel für Naturliebhaber finden Sie in The Earth Store), Weinverkostungsräume und Antiquitätengeschäfte untergebracht. Auf der Website der Handelskammer von Nevada City können Sie sich den Plan für eine selbständige Stadtbesichtigung herunterladen.

Fahren Sie nun knapp zehn Kilometer auf der Staatsstraße 49 (20) zurück nach Grass Valley, um eine der ertragreichsten Goldminen Kaliforniens zu besichtigen.

Nächster Halt
Empire Mine State Historic Park (8 km; 8 Min.)
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Lorres Gold Mine

Empire Mine State Historic Park

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Empire Mine State Historic Park
Besichtigen Sie eine Villa aus der Zeit des „Goldrauschs“ und tauchen Sie ab in den Untergrund!

Ein Besuch an diesem bemerkenswerten Ort in Grass Valley beschert Ihnen gleich zwei Erlebnisse auf einmal. Gehen Sie zuerst in das Besucherzentrum, um alles über die älteste, größte, tiefste, längste und ertragreichste Goldmine Kaliforniens zu erfahren, aus der im Laufe eines Jahrhunderts – bis sie 1956 geschlossen wurde – knapp 159 Tonnen Gold zutage gefördert wurden – genug, um einen knapp zehn Kubikmeter großen Würfel zu füllen. Um ein Gefühl für die Größe der Mine zu bekommen, können Sie sich ein maßstabsgetreues Modell des 13 km² großen Netzes von Stollen und Schächten anschauen und dann außen den Eingangsbereich der eigentlichen Mine besichtigen – ein kleiner Ausschnitt aus einem atemberaubenden unterirdischen Labyrinth von Gängen mit einer Gesamtlänge von fast 600 Kilometern.

Danach müssen Sie – sowohl geistig als auch körperlich – umschalten, wenn Sie das Anwesen von William Bowers Bourn Jr.  besichtigen, der die Verwaltung der Mine 1879 übernommen hatte. Bourn Cottage – ein bescheidener Name für diesen herrlichen Landsitz, für den weder Kosten noch Mühen gescheut wurden, um eine zweigeschossige Zitadelle nach dem Muster vornehmer Adelshäuser aus dem England des 19. Jahrhunderts mit Interieurs aus Rotholz und bleiverglasten Fenstern zu errichten.

Von Mai bis September werden hier Führungen angeboten. Die Mine Yard Tour beleuchtet das harte Leben der Bergarbeiter, die hier schufteten, und die andere Seite des Lebens lernen Sie dann auf der Cottage Grounds Tour kennen, bei der Sie auch das prächtige Bourn Cottage besichtigen.

Fahren Sie weiter auf der Staatsstraße 49 zurück nach Auburn, wo sich Geschichte mit edlem Wein und “Outdoor”-Sportarten wie Wandern, Mountainbiking, Reiten und Geländelauf verbindet.

 

Nächster Halt
Auburn (39 km; 29 Min.)
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Harriot Manley/ Sunset Publishing

Auburn

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Auburn
Erkunden Sie eine ideal gelegene Stadt im Gold Country mit einer sportlichen Seite

Seit langem schon ist Auburn ein Rastplatz für Reisende auf dem Weg zum oder vom Nordufer des Lake Tahoe, aber es gibt auch gute Gründe, hier ein wenig zu verweilen – vor allem dann, wenn Sie sich für (a) die Geschichte des “Gold Rush”, (b) gutes Essen und guten Wein und (c) Aktivurlaub interessieren. Auburn behauptet von sich, die weltweit anspruchsvollsten Veranstaltungen in Ausdauersportarten auszurichten, wie etwa den namhaften 161 Kilometer langen Geländelauf durch die westlichen Bundesstaaten. Die Gegend ist zudem eine Pilgerstätte für Mountainbiker, Wanderer und Reiter, die gerne die zahlreichen Wege durch die Auburn State Recreation Area nutzen, ein Schutzgebiet am Zusammenfluss des nördlichen und mittleren Quellarms des American River (beide sind sehr beliebt bei Wildwassersportlern).

„Der “Gold Crush” – wie man hier den raschen Zuwachs in der Zahl der Weingüter in Placer County gerne scherzhaft nennt – zieht immer mehr Winzer an, und damit steigen auch Chancen, einen Weinverkostungsraum zu finden, in dem der Wein vom Winzer persönlich ausgeschenkt wird.“

Der “Gold Crush” – wie man hier den raschen Zuwachs in der Zahl der Weingüter in Placer County gerne scherzhaft nennt – zieht immer mehr Winzer an, und damit steigen auch Chancen, einen Weinverkostungsraum zu finden, in dem der Wein vom Winzer persönlich ausgeschenkt wird. Gute Weine wiederum locken gute Restaurants an, und in der Altstadt von Auburn sind diese in großer Zahl vertreten, ebenso wie Kunstgalerien und Läden, die Antiquitäten und Sammlerstücke feilbieten. In dieser Gegend wächst aber nicht nur Wein – auch Zitrusfrüchte gedeihen hier prächtig, und gefeiert werden sie beim jährlichen Mountain Mandarin Festival, das im Spätherbst auf den Gold Country Fairgrounds von Auburn stattfindet.

Fahren Sie von Auburn aus in südöstlicher Richtung auf der Staatsstraße 49 weiter zum Marshall Gold Discovery State Historic Park, dem Ort, an dem das erste Gold in Kalifornien entdeckt wurde.

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James Marshall Monument

Marshall Gold Discovery

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Marshall Gold Discovery
Sehen Sie selbst, wo der „Goldrausch“ begann!

Wenn Sie heutzutage über diesen verschlafenen Abschnitt der kurvenreichen Staatsstraße 49 zwischen Auburn und Placerville fahren, dann fällt es schwer zu glauben, dass genau diese Region einmal das blühende Zentrum eines der prägendsten Ereignisse in der Geschichte Kaliforniens bildete. Hier am American River, der von der Schneeschmelze in den Bergen gespeist wird und an dem winzigen Dörfchen Coloma vorbeifließt, entdeckte Sägemühlenarbeiter James Marshall das erste Funkeln des Edelmetalls im Schlick des Flusses – und damit begann der “Gold Rush” von 1849.

Coloma explodierte zu einer Stadt mit 10.000 Einwohnern – eine Schule, ein Kaufhaus und ein Postamt mit Blechdach schossen aus dem Boden. Diese und andere historische Gebäude sind heute als Bestandteile des Marshall Gold Discovery State Historic Park unter Schutz gestellt. Es gibt zudem ein interessantes Gold Discovery Museum, und Kinder können sich im Goldwaschen versuchen. Folgen Sie laubigen Wegen am Flussufer entlang, wenn Sie ein schattiges Plätzchen für ein Picknick suchen. Gerne können Sie auch zum Abendessen bleiben: Das Dinner im Café Mahjaic (in einem Backsteingebäude von 1855 in dem noch winzigeren Nachbarstädtchen Lotus) ist ein wahrer Traum – mit heimischen Zutaten in leckeren Gerichten wie freilaufendem Hund, gebraten mit Schalotten, Schinken und Zweispornigen Egerlingen.

Zu ihrem nächsten Etappenziel fahren Sie zwar auch mit dem Auto, aber richtigen Spaß werden Sie nur erleben, wenn Sie den Wagen parken und in ein Schlauchboot umsteigen – zu einer geführten, familienfreundlichen Wildwasserfahrt auf dem American River, bei der Sie durchaus durch und durch nass werden könnten!

Nächster Halt
American River (2 km; 1 Min.)
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Rob Brodman

Der American River

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Der American River
Gold- und Adrenalinrausch

Der American River, das beliebteste Wildwasserrevier der westlichen USA, schießt mit tosenden Stromschnellen, tiefen Becken und schäumenden Kaskaden durch das Gold Country. Während sich die Indianerstämme lange Zeit von dem reichhaltigen Ökosystem am Ufer des Flusses ernährten, sahen die Goldsucher von 1849, die legendären „49er“, in ihm den Weg zum Glück, indem sie im Schlamm des Flussbetts nach dem Edelmetall schürften und die Flussufer in der Hoffnung auf Goldadern mit hydraulischen Pumpen in die Luft sprengten. Überbleibsel ihrer Ausrüstungsgegenstände findet man noch immer hie und da in Flussnähe, aber statt des „Goldrauschs“ ist es eher der Adrenalinrausch, der Menschen heutzutage hierher treibt. Jeder der drei Quellflüsse des American bringt eine eigene Art von Wasserspaß mit sich, und Veranstalter bieten alles von gemütlichen familienfreundlichen Halbtagsausflügen bis zu nervenzerfetzenden Mehrtagesabenteuern.

Welcher der drei Quellarme ist für Sie der Richtige? Am beliebtesten ist die South Fork mit Stromschnellen der Schwierigkeitsgrade II und III, die ideal sind für Familien und Rafting-Neulinge. Die unteren Abschnitte der North und Middle Fork enthalten ebenfalls einfache Stromschnellen vom Schwierigkeitsgrad II, in denen man sich sehr gut im Wildwasserkanu- oder ‑kajakfahren üben kann. Ganz anders sieht es auf diesen beiden Nebenflüssen weiter stromaufwärts aus, denn dort beträgt der Schwierigkeitsgrad IV bis V, was man schon anhand der Namen von Stromschnellen wie “Bogus Thunder” und “Texas Chainsaw Mama” erahnen kann.

Insbesondere an heißen Sommertagen, wenn sich die Wildwasserabenteurer auch gerne einmal gegenseitig nassspritzen, sind Tagesausflüge ein großer Spaß, aber es geht doch nichts über eine Nacht am Flussufer, wenn man bei Einbruch der Dämmerung zuschauen kann, wenn die Forellen an die Oberfläche der silbrig glitzernden Gewässer kommen und die Sterne beginnen, den klaren Nachthimmel zu bevölkern. Einige Veranstalter stellen dabei einzigartige Urlaubserlebnisse zusammen: Bei O.A.R.S. beispielsweise gibt es zu einigen der Mehrtagesfahrten auch noch Verkostungen mit “Craft”-Bier dazu – ein interessanter Beitrag zur Verkehrssicherheit!

Fahren Sie nach der Bootspartie weiter durch Placerville Richtung Süden in ein Vorgebirge, das vor allem für seine beschaulichen Apfelbaumplantagen und seine Bauernhöfe mit Angeboten zum Selbstpflücken bekannt ist.

 

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Apple Hill (23 km; 25 Min.)
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Jenny Ella Pfeiffer

Apple Hill

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Apple Hill
Wein, Bier, “Spa”-Genuss – und saftige süße Äpfel

Herbst im Gold Country bedeutet klaren blauen Himmel, feurigrote Weintrauben und ein erquickendes Einströmen frischer Luft. Im Gebiet östlich von Placerville, etwa zwei Autostunden östlich von San Francisco, wo es über dreißig Obstplantagen und Bauernhöfe gibt, ist zudem Apfelzeit. Hier können Sie Farmen besuchen, auf denen Sie Ihre Äpfel selbst pflücken dürfen, und Stände am Straßenrand rund um das Dörfchen Camino, an denen Sie Granny-Smith-Äpfel für Tarten, dünnhäutige Gala-Äpfel und andere Sorten kosten und kaufen können, die häufig von einer neuen Bauerngeneration gezüchtet wurden. Weitere Entdeckungen in diesem Landstrich sind die Jack Russell Farm Brewery (probieren Sie dort das Farmhouse Ale), eine Handvoll Weingüter wie Fenton und Lava Cap sowie das Time Out Spa, wo Sie sich (bei Vorabreservierung) nach Strich und Faden verwöhnen lassen können. Oder breiten Sie einfach Ihre Picknickdecke an der High Hill Ranch aus und knabbern ofenwarme Apfelkrapfen oder streichen frische Apfelbutter auf Kekse.

Ergänzen Sie Ihre Vorräte an Äpfeln, Apfelsaft, Cidre und vielleicht auch Apfelkuchen, und fahren Sie anschließend weiter nach Süden zu innovativen Winzern, die preisgekrönte Weine in einem unprätentiösen Weinbaugebiet erzeugen.

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Plymouth (40 km; 34 Min.)
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Laura Flippen

Weinland: Plymouth und Shenandoah Valley

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Weinland: Plymouth und Shenandoah Valley
Probieren Sie Weine von alten Reben und neue Sorten

Die alten Zinfandel-Reben sind in dieser nordöstlichen Region von Kalifornien tief verwurzelt, denn die Weinherstellung geht hier bis in die Zeit des “Gold Rush” Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. In jüngerer Zeit hat sie durch einen explosionsartigen Zuwachs an Weinkellereien, Weintouren, Weinproben und Restaurants, die sich auf die Küche des Weinlands spezialisiert haben, auch in den Ausläufern der Sierra neuen Auftrieb erhalten. Gegenwärtig verarbeiten über hundert Weingüter ein breites Spektrum an Rebsorten – hauptsächlich Zinfandel, aber auch eine bestechende Vielfalt anderer Sorten.

Wenn Sie den neuen Boom selbst erleben möchten, fahren Sie am besten in das winzige Nest Plymouth, wo Sie erstaunliche trendige Verkostungsräume vorfinden und auch schnittige Restaurants wie Taste – ein echter Magnet für Feinschmecker, die sich auskennen.

Das Shenandoah Valley, das sich über die beiden Landkreise Amador und El Dorado erstreckt, ist ebenfalls ein guter Ort, um zu sehen, wie sich das Neue mit dem Alten vermischt hat: Nachdem Sie über Eichenalleen an verwitterten Scheunen und Zäunen vorbeigefahren sind, biegen Sie ab und sehen plötzlich die schicke und moderne Andis Winery vor sich. Aber die Menschen in dieser Ecke Kaliforniens haben sich trotz allem ihre bodenständige Mentalität bewahrt – die meisten Weingüter des Gold Country sind weiterhin Familienbetriebe, so dass es oft der Winzer selbst ist, der Ihnen seinen Wein bei einer Weinprobe zum Kosten anbietet.

Fahren Sie weiter nach Murphys, und besuchen Sie klassische Verkostungsräume, Boutiquen und Restaurants – und verbringen Sie eventuell die Nacht in einem eleganten historischen Gasthof.

Nächster Halt
Murphys (76 km; 59 Min.)
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Jenny Martin

Murphys

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Murphys
Entdecken Sie eine florierende Kleinstadt mit der Attraktivität einer Großstadt

Wie San Francisco war Murphys Mitte des 19. Jahrhunderts eine der reichsten Boomtowns von Kalifornien, aber in dieser attraktiven Stadt in Calaveras County erinnert noch immer mehr an Mark Twains berühmte springende Frösche (die man alljährlich im benachbarten Angels Camp feiert) als an Michelin-Sterne und hochexklusive Weinverkostungsexkursionen. Die Stadt an der Hauptader, die ungefähr auf halbem Weg zwischen Yosemite und Lake Tahoe liegt, hat nämlich ihr historisches Gesicht bewahrt – mit hübschen aus Stein gemauerten Bauten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und weißen Lattenzäunen um bunte Blumengärten. Geführte Stadtbesichtigungen zu Fuß werden jeden Samstag um 10 Uhr angeboten und beginnen am Old Timers Museum an der Main Street.

Trotz allem ist aber unverkennbar, dass sich die Zeiten verändert haben, seit John und Daniel Murphy hier einen Handelsposten und ein Goldförderungsunternehmen gründeten. Schlendern Sie über die Main Street, um Verkostungsräume und Restaurants zu besuchen, in denen Weine aus den mehr als zwei Dutzend Familienwinzereien der Region angeboten werden. Schlürfen Sie einen Espresso zu frischgebackenen Croissants in der Aria Bakery, und schauen Sie sich auf dem Bauernmarkt (im Sommer immer donnerstags) nach Kunsthandwerk um. Statten Sie den weitläufigen Ironstone Vineyards einen Besuch ab, um Wein zu kosten, zu einem Freiluftkonzert mit großen Stars wie Sheryl Crow zu gehen, sich Goldgräberutensilien und alte Fotografien im überraschenden Museum des Weinguts anzuschauen und sich anschließend im eleganten V Restaurant, Bar & Bistro zu entspannen.

Schließen Sie Ihre Reise mit einem Besuch in dem unterhaltsamen Staatspark ab, der versucht, das Leben zur Zeit des “Gold Rush” detailliert nachzustellen.

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Columbia State Historic Park (21 km; 21 Min.)
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Laura Flippen

Columbia State Historic Park

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Columbia State Historic Park
Versetzen Sie sich in diesem Juwel des Gold Country zurück in die 1850er Jahre!

Nostalgischer Charme und ein Bergwerk voller historischer Artefakte erwecken in diesem Park den “Gold Rush” anschaulich zum Leben. Dozenten in Kostümen führen Sie nicht nur durch diese mit großer Sorgfalt erhaltenen Stadt an der Hauptader (auf dem Höhepunkt des „Goldrauschs“ die zweitgrößte Stadt Kaliforniens), sondern sie leben und arbeiten auch hier in Geschäften und Berufen, die es damals schon gab. Fahren Sie in einer echten Postkutsche, bestellen Sie sich eine leckere Stechwindenlimonade aus heimischer Herstellung in einem Saloon im Western-Stil, oder spüren Sie die Hitze einer Schmiede hautnah! Außerdem gibt es hier ein Büro des ehemaligen Postkutschendienstes Wells Fargo und andere Relikte aus den frühen Bergwerkstagen Kaliforniens. Selbst die Geräuschkulisse dieser Stadt erinnert an vergangene Zeiten: Weil Autos hier verboten sind, hört man noch immer das Klappern von Pferdehufen.

Die kostenlosen historischen Besichtigungstouren durch den Park starten an Wochenenden (und von Mitte Juni bis Anfang September [Labor Day] auch unter der Woche) um 11 Uhr am Museum. Von 13 bis 16 Uhr am zweiten Samstag in jedem Monat finden Gold Rush Days („Goldrauschtage“) statt, an denen kostümierte Dozenten Anleitungen in Handarbeiten geben und spezielle Führungen anbieten und sich Kinder im Goldwaschen versuchen können. Im Sommer kann es heiß und an Wochenenden voll werden – legen Sie Ihren Besuch also, wenn es geht, auf einen frühen Morgen unter der Woche.

Der schnellste Weg von hier zurück nach Sacramento (etwa zwei Autostunden) führt nach Westen am Camanche Reservoir vorbei zur Interstate 5 und dort dann knapp 50 Kilometer nach Norden.