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Colby Brown

Zentralkalifornien

Spotlight: Yosemite National Park

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6
November
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Der Park, berühmt für seine hohen Wasserfälle und seine massiven Felswände aus Granit, wurde 1984 in das Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen und lockt alljährlich rund vier Millionen Besucher an – und das aus gutem Grund. Mit einer Fläche von 2.849 km² ist der Park größer als das Saarland und bietet unvergessliche Naturwunder, von den steilen Wänden des Yosemite Valley bis zur alpinen Schönheit der Tuolumne Meadows.

 

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Lucas Himovitz

Glacier Point

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Glacier Point
Genießen Sie einen Augenschmaus an Bergen und Abgründen!

Die umwerfende Aussicht von Glacier Point, einem 2.199 Meter hohen Steilhang aus Granit, der das Yosemite Valley überragt, schließt die berühmtesten Wahrzeichen des Parks ein: den Half Dome, Clouds Rest, Liberty Cap, die Vernal und Nevada Falls sowie die umliegende High Sierra. Für viele Parkbesucher ist dies der Punkt, von dem man unbedingt ein Foto geschossen haben muss. Um zum Glacier Point zu gelangen, muss man allerdings vom Yosemite Valley aus anderthalb Stunden mit dem Bus oder Auto fahren – oder Sie verdienen sich die schöne Aussicht, indem Sie sie sich über den anstrengenden, aber landschaftlich lohnenden Four-Mile Trail, einen etwa 6½ Kilometer langen Aufstieg, erwandern.

Am Glacier Point gibt es ein Amphitheater unter freiem Himmel, wo Ranger am Abend Vorträge halten, eine imposante Blockhütte mit einem Imbissstand und einem Andenkenladen sowie ein kleines Gebäude aus Stein, das man als “Geology Hut” kennt und das 1924 als Museum am Wegesrand erbaut wurde. Heutzutage ist es einfach ein beliebtes Fotomotiv – eingerahmt von Half Dome, North Dome und der Schlucht des Merced River ein unvergesslicher Anblick. Kommen Sie zum Sonnenuntergang hierher, wenn der Half Dome rosa leuchtet!

Am Weg zum Glacier Point zweigt ein knappes Dutzend Wanderwege für einfache Tagestouren ab. Familien laufen gerne die leichten Strecken zum Taft Point und zum Sentinel Dome, die am gleichen Parkplatz beginnen, aber in entgegengesetzte Richtungen führen. Der Sentinel Dome, ein 2.476 Meter hoher Granitfels, bietet als Teil des Rundumblicks atemberaubende Aussichten auf die Yosemite Falls. Die perspektive vom Taft Point ist hingegen eine ganz andere: eine Frontalansicht von El Capitan und ein schwindelerregender Blick auf die einen Kilometer tiefer liegende Talsohle des Yosemite Valley. Halten Sie sich (und die Kinder) gut fest, wenn Sie in die Tiefe spähen!

Beachten Sie bitte, dass der Glacier Point meist vom November bis in den Frühsommer eingeschneit ist, aber zu dieser Zeit eignet er sich herrlich zum Schneeschuhlaufen und für den Skilanglauf.

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Kodiak Greenwood

Wasserfälle und Firefalls

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Wasserfälle und Firefalls
Erleben Sie wunderschöne Regenbogen oder sogar 'Feuer' im Nebel über donnernden Kaskaden!

Zu den vielen Dingen, auf die Yosemite besonders stolz sein kann, gehören mit Sicherheit auch die Wasserfälle. Von den 20 höchsten Wasserfällen der Welt liegen allein drei im Yosemite Valley: Yosemite Falls, Sentinel Fall und Ribbon Fall. Die Yosemite Falls sind sogar die höchsten Wasserfälle Nordamerikas. Der Aufstieg zum höchsten Punkt in 739 Metern Höhe über dem Grund ist recht anspruchsvoll, doch zum Glück wirken sie auch von unten recht beeindruckend. Die Stelle am Fuß erreicht man leicht auf einem anderthalb Kilometer langen Rundweg, der für jedermann ein Muss ist.

Aber auch die anderen Wasserfälle von Yosemite besitzen unbestreitbar ihren Reiz. Ein bequemer Fußweg zu den 189 Meter hohen Bridalveil Falls bringt Sie zu einem Aussichtspunkt am Fuße dieser schäumenden Kaskaden. Der Aufstieg zu den Vernal und Nevada Falls ist etwas schwieriger und führt über Granitstufen zu zwei steilen Abhängen, an denen man sehen kann, wie sich der gesamte Merced River über die Felskante ins Tal stürzt. (Beachten Sie unbedingt die Sicherheitshinweise und bleiben Sie hinter den Absperrungen!) Auf der Südseite des Parks bei Wawona rauschen noch die Chilnualna Falls über eine Reihe von Felskanten aus Granit.

Um die Wasserfälle von Yosemite in voller Pracht zu erleben, sollten Sie zur Zeit der Schneeschmelze kommen, also zwischen April und Juni. Allerdings sollten Sie dann auch wasserfeste Kleidung mitbringen, denn die Fälle führen um diese Zeit so viel Wasser, dass man im weiten Umkreis nass werden kann. 

Der Februar hingegen bietet oft etwas ganz Besonderes: den "Firefall". Dieser sieht aus wie  eine Lava-Strömung, die auf der Seite von El Capitan herunterfließt. Zu sehen ist es am Horsetail Fall, ein Wasserfall östlich von den Bridalvail und Ribbon Fällen, dessen Saison normalerweise vom Winter bis zum frühen Frühling andauert. 

Das "Firefall" Phänomen, das innerhalb drei Wochen passiert, reflektiert das Zusammenspiel von klarem Himmel und der richtigen Menge an Schneeschmelze. Wenn der Sonnenuntergang kurz bevorsteht, fängt der Dunst die Sonnenstrahlen ein und schafft eine großartige optische Täuschung, die etwa 10 Minuten anhält und tolle Fotogelegenheiten bietet. Den besten Blick bekommen Sie vom El Capitan Picknickplatz, nur 3,1 Kilometer von der Yosemite Valley Lodge (ehemals Yosemite Lodge) entfernt. Feiern Sie danach mit einem Firefall Cocktail (heiße Schokolade mit Tequila, Crème de Cocoa und Pasilla Chili) in der Lounge im Majestic Yosemite Hotel (ehemals das Ahwahnee).

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Alex Farnum

Yosemite Valley

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Yosemite Valley
Erleben Sie ein von Wasserfällen eingerahmtes Naturwunder!

Dieses geologische Wunder, eine 1.200 Meter tiefe Mulde zwischen steilen Wänden und von Gletschern geformten und geschliffenen Felsen, ist das kostbarste Juwel des Yosemite-Nationalparks. Wenngleich es ähnliche Gletschertäler auch an anderen Orten der Welt gibt, kann es keines von ihnen mit jenem aufnehmen, das der legendäre Naturforscher John Muir einmal das „unvergleichliche Tal“ nannte.

"Machen Sie es sich einfach bequem und schauen Sie zu, wie die untergehende Sonne den weltberühmten Half Dome in rosiges Licht taucht."

Abgesehen von seiner landschaftlichen Schönheit bietet das Yosemite Valley auch einen Lebensraum für Schwarzbären, Maultierhirsche und Streifenhörnchen, ein Zuhause für mehrere Hundert Parkangestellte und ein Reiseziel für Tausende von Besuchern zu allen Jahreszeiten. Wer zum ersten Mal hierher kommt, mag überrascht sein, dass das Yosemite Valley auch über eine Zahnarztpraxis, eine Autowerkstatt, ein Gericht, ein Gefängnis und eine Kirche verfügt – neben den Unterkünften, Campingplätzen, Restaurants und anderen Dienstleistungen, die man hier schon eher erwartet. Für Besucher mangelt es nicht an Angeboten. Organisierte Unternehmungen reichen von Ranger-Führungen durch die Natur bis zu abendlichen Theatervorführungen, von Schlittschuhlaufen bis zu Fotoseminaren, von indianischer Korbflechtkunst bis zu Kletterkursen und Wildwasserabenteuern. Wenn Sie lieber etwas auf eigene Faust unternehmen möchten, dann machen Sie sich auf und probieren einen von Dutzenden ausgeschilderter Wanderwege aus, reiten Sie Ihren Drahtesel über befestigte Radwege zum Mirror Lake und anderen Stellen, oder machen Sie es sich einfach bequem und schauen Sie zu, wie die untergehende Sonne den weltberühmten Half Dome in rosiges Licht taucht.   

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Brandon Levinger/Flickr

Tuolumne Meadows

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Tuolumne Meadows
Der Zufluchtsort im Hochland für alle, die die Einsamkeit suchen

Die Tuolumne Meadows, eine der meistfotografierten Regionen in Yosemite, sind ein ausgedehntes Grasland, eingerahmt von hohen Granitfelsen und ‑gipfeln. Diese Aue erstreckt sich mehr als drei Kilometer am Tuolumne River entlang und ist mit einer Höhe von 2.600 Metern über dem Meeresspiegel die höchste subalpine Wiese in der Sierra Nevada. Von ihren Rändern führen Wanderwege in alle Richtungen: zu den Bergseen unterhalb der Spitzen des Cathedral Peak und des Unicorn Peak, zu einer Reihe tosender Wasserfälle am Tuolumne River und zu den Gipfeln erhabener Granitfelsen mit herrlichen Aussichten auf das Hochland.

Während Tuolumne einerseits der Ausgangspunkt zahlreicher Unternehmungen für Wanderfreunde und Rucksackreisende ist, können Besucher andererseits auch einfach nur die wundervolle Landschaft auf sich einwirken lassen. Das kleine Besucherzentrum, das in einer historischen Hütte untergebracht ist, enthält Anschauungsmaterial zur Geologie und zu Flora und Fauna der Gegend. Sie möchten picknicken? Dann decken Sie sich mit allem Notwendigen ein, indem Sie im Sommer vorher den höchstgelegenen Gemischtwarenladen des Staates besuchen, den faszinierenden Tuolumne Meadows Store, wo es in einem Zelt Lebensmittel, Insektenschutzmittel, Kleidung, Karten und Reiseführer gibt. Im gleichen Zelt finden Sie auch den Tuolumne Meadows Grill, der herzhaftes Frühstück und Mittagessen serviert, einschließlich unvergesslicher Pfannkuchen aus Buchweizen. Waffeleis verkauf sich natürlich gut an warmen Nachmittagen. Und ganz in der Nähe bietet die Tuolumne Meadows Lodge nächtliche Unterkünfte im Zeltstil und weitere Mahlzeiten.  

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Kodiak Greenwood

Majestic Yosemite Hotel

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Majestic Yosemite Hotel
Besuchen Sie eine Nobelherberge, die dem Luxus der 1920er Jahre ein Denkmal setzt!

Die Übernachtung hier ist nicht billig, aber hereinzuspazieren und sich in der Pracht dieses Hotels aus den 1920er Jahren umzuschauen, kostet nichts. Dieses denkmalgeschützte Gebäude im Yosemite Valley verfügt über mehrere „öffentliche Räume“, in denen Besucher die Architektur bestaunen können, die Gilbert Stanley Underwood 1927 entwarf. Im Majestic Yosemite (ehemals The Ahwahnee) ist alles eine Nummer größer – von den massiven handschablonierten Holzbalken zu den Sandsteinkaminen, die so groß sind, dass man darin eine Teegesellschaft abhalten könnte. Geziert wird dieses stolze Gebäude von Buntglasfenstern, indianischen Wandteppichen und Korbwaren, türkischen Kelimteppichen und von Yosemite inspirierten Gemälden aus dem 19. Jahrhundert, auf denen die Wasserfälle des Parks und die riesigen Mammutbäume abgebildet sind.

Im Majestic Yosemite haben schon viele berühmte Persönlichkeiten genächtigt, darunter John F. Kennedy, Greta Garbo, Königin Elisabeth II. und Winston Churchill. Das Erlebnis, in einem bzw. einer der 123 Zimmer, Suiten oder Cottages zu übernachten, ist sicherlich eine Investition wert, aber auch wenn Sie nicht hier wohnen, können Sie beispielsweise einen Tisch für den üppigen Sonntagsbrunch im Majestic Yosemite Dining Room reservieren oder sich einfach im Großen Salon an den offenen Kamin setzen und die schmiedeeisernen Kronleuchter bestaunen, die von den zehn Meter hohen reichbemalten Decken des Speiseraums herabhängen, oder an der Bar einen Cocktail genießen. Einstündige Gratisführungen durch das Majestic Yosemite werden das ganze Jahr über angeboten – die genauen Zeiten erfahren Sie vom Concierge. 

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Colby Brown

Wawona und Mariposa Grove

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Wawona und Mariposa Grove
Unternehmen Sie eine Zeitreise in die Vergangenheit von Yosemite!

Wenn die Indianer zwischen dem Vorgebirge und dem Yosemite Valley pendelten, hatten Sie bei Wawona jeweils die Hälfte ihrer Strecke zurückgelegt. Sie nannten den Ort daher pallachun, was so viel wie „ein guter Platz zum Verweilen“ bedeutet. Aus diesem Indianerlager wurde die kleine Gemeinde Wawona mit der historischen Big Trees Lodge (ehemals Wawona Hotel) und privaten Berghütten, von denen man viele auch mieten kann. Übernachten Sie hier (auf der breiten Veranda in einem der Adirondack-Gartensessel zu entspannen, gilt in der Sierra als Initiationsritus) oder verbringen Sie einfach nur den Tag in dieser schönen Gegend.

Mit Lichtern und anderen Details, spiegelt das Hotel seine Wurzeln und die Eleganz des 19. Jahrhunderts wider.

Im Sommer können Sie in den nahegelegenen Teichen schwimmen, dem kurvenreichen Wanderweg zu den Chilnualna Falls folgen (noch besser im Frühjahr), sich im Pioneer Yosemite History Center die Geschichte erläutern lassen (und mit der Pferdekutsche fahren) und die Mariposa Grove mit ihren über 500 gigantischen Mammutbäumen besuchen. Das Hotel selbst besitzt ein kleines Besucherzentrum, in dem man Informationen über weitere Freizeit- und Ausflugsmöglichkeiten in der Region erhält. Abends spielt und singt Pianist Tom Bopp Klassiker aus der langen Geschichte von Yosemite – von Cowboy-Liedern bis zu sentimentalen Liebesschnulzen.

Wawona liegt auch am südlichen Eingang des Yosemite Nationalparks, der normalerweise einen Zugang zur großartigen Mariposa Grove mit riesigen Sequoias bietet. Allerdings findet derzeit eine größere Restaurierung statt, die Verkehr bis zur Fertigstellung untersagt (voraussichtlich im Herbst 2017). Den Outer Loop Trail mit Blicken auf einige wenige Sequoias können Sie zu Fuß oder auf dem Pferd erkunden. Außerdem müssen Sie vom Big Trees Lodge zu dem Beginn des Wanderwegs erst hinwandern – ein anstrengender Tagesausflug. (Im Besucherzentrum des Hotels erhalten Sie nähere Informationen). Zum Glück gibt es aber im Park noch andere riesige Sequoias, die Sie auf anderen Routen bestaunen können: besuchen Sie Tuolumne Grove, auf der Tioga Road nur etwas östlich von Crane Flat und Merced Grove, auf der Big Oak Flat Road östlich des Big Oak Flat Eingangs gelegen.

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Maria Ly/Flickr

Felsklettern in Yosemite

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Felsklettern in Yosemite
Werden Sie zum Klettermax – oder staunen Sie einfach nur über andere!

Yosemite gilt als Pilgerstätte der Felskletterer, doch selbst erfahrenen Kletterern stockt bisweilen der Atem, wenn sie die massiven senkrechten Steilwände des Yosemite Valley zum ersten Mal zu Gesicht bekommen. Wenn Sie eine Anleitung vor Ort suchen, dann melden Sie sich beim Yosemite Mountaineering School and Guide Service an, der jedes Jahr von Mitte April bis Oktober Seminare und Kurse für Anfänger, Fortgeschrittene und erfahrene Kletterer anbietet. Tägliche Treffpunkte sind im Yosemite Valley und auf den Tuolumne Meadows. Kletterausrüstung kann angemietet werden.

"Suchen Sie die Wand des gewaltigen El Capitan (el capitán = „der Hauptmann“ auf Spanisch) ab, um winzige menschliche Figuren in der beinahe senkrechten Wand zu erkennen."

Wenn Sie lieber anderen Kletterern zuschauen möchten, als selbst in die Wand zu steigen, dann begeben Sie sich zur El Capitan Meadow. Stellen Sie Ihren Campingstuhl auf und suchen Sie die Wand des gewaltigen El Capitan (el capitán = „der Hauptmann“ auf Spanisch) ab, um winzige menschliche Figuren in der beinahe senkrechten Wand zu erkennen. Seit diese 1.095 Meter hohe Wand in den 1950er Jahren erstmals bezwungen wurde, haben sich viele kühne Kletterer auf den mühsamen Weg gemacht. Die meisten schaffen es in drei bis fünf Tagen, und ihre Nächte verbringen sie auf Vorsprüngen oder in im Fels verankerten Hängematten – halten Sie abends Ausschau nach dem Schein ihrer Stirnlampen. Sogenannte Geschwindigkeitskletterer oder Vertikalsprinter haben neuerdings den Aufstieg über “The Nose”, eine der bekanntesten Kletterrouten an “El Cap”, sogar schon in einigen Stunden geschafft.

 

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Brian Holsclaw/Flickr

Verkehrsmittel im Park

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Verkehrsmittel im Park
Pendelbusse und Tram-Touren erleichtern die Fortbewegung

Sie möchten sich von jemand anderem durch Yosemite chauffieren lassen? Das ist eine gute Idee. Der Park bietet eine Reihe öffentlicher Verkehrsmittel an, von kostenlosen Pendelbussen (Shuttles) bis zu Ausflügen gegen Gebühr. Die Gratispendler verkehren täglich (im Sommer bis 22 Uhr, im Winter weniger spät) im gesamten Yosemite Valley. Sie können an jeder der 19 Haltestellen nach Belieben ein- oder aussteigen. Die Busse verkehren in einer Frequenz von etwa 10 bis 20 Minuten. Es gibt im Sommer auch kostenlose Busse zum Highway 120, der Straße über den Tioga Pass.

Die beliebteste gebührenpflichtige Tour im Park ist die ganzjährig angebotene zweistündige Valley Floor Tour, eine 42 Kilometer lange Fahrt durch das Yosemite Valley mit Aussichten auf berühmte Sehenswürdigkeiten wie die Yosemite Falls, den Half Dome, El Capitan und die Bridalveil Falls. Ein Fremdenführer kommentiert die Fahrt, während Sie in einer offenen Tram sitzen und einen ungehinderten Blick genießen (im Winter wird die Tour in einem geschlossenen Bus durchgeführt). Andere Ausflüge führen zum Glacier Point, nach Wawona, in die Mariposa Grove und auf die Tuolumne Meadows. Ein guter Tip für Wanderer: Nehmen Sie den Bus zum Glacier Point oder zu den Tuolumne Meadows und wandern Sie dann zurück ins Tal!

Wenn Sie das Fahren wirklich komplett anderen überlassen möchten, können Sie auch gleich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Das Yosemite Area Regional Transportation System (YARTS) fährt mit seinen Bussen ganzjährig von Merced über die Staatsstraße 140 zum Park und im Sommer auch von Norden aus Sonora und von Osten aus Mammoth Lakes. Auf jeder Strecke gibt es zahlreiche Haltepunkte, darunter auch in den Ortschaften vor den Parkzufahrten. Wenn Sie in Yosemite angekommen sind, können Sie die Pendelbusse des Parks nutzen.

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Harriot Manley/Sunset Publishing

Städtchen an den Zufahrten nach Yosemite

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Städtchen an den Zufahrten nach Yosemite
Historische Orte, florierender Weinbau und köstliches Essen

Die Anreise nach Yosemite kann selbst schon eine Erlebnis sein – wenn Sie sich die Zeit nehmen, die historischen Städtchen auf dem Weg zum Park zu erkunden. Viele dieser Ortschaften stammen aus der Zeit des großen “Gold Rush”, haben aber einen neuen Aufschwung erlebt durch den florierenden Weinbau, die steigende Nachfrage nach Lebensmitteln frisch vom Bauernhof und ein wachsendes Interesse der Stadtbevölkerung an einer Flucht aufs Land mit größeren Weiten, kleineren Gemeinden, engerer Verbundenheit der Menschen und vielfältigen neuen Möglichkeiten. Hier sind ein paar sehenswerte Zwischenstationen auf dem Weg zum Park:

Highways 49 und 120: Besuchen Sie Sonora und den nahen Columbia State Historic Park mit hervorragenden Nachbildungen des Lebens aus der Zeit des „Goldrauschs“ und einer Möglichkeit, sich einmal selbst im Goldwaschen zu versuchen. Fahren Sie weiter südwärts nach Jamestown und steigen Sie in eine alte Dampfeisenbahn zu einer Fahrt durch den Railtown 1897 State Historic Park. Auf dem Highway 120 gelangen Sie in das Bergdorf Groveland und zum Iron Door Saloon, einem ehemaligen Postamt, das Besucher auf dem Weg nach Yosemite und zurück schon seit 1896 willkommen heißt.

Highways 120 (Tioga Pass). Diese atemberaubende Fahrt durch die Eastern Sierra und über den 3.031 Meter hoch gelegenen Tioga Pass führt zu den Wanderwegen, Granitfelsen und Wildblumen der Tuolumne Meadows. Bevor Sie von Lee Vining aus Ihre Überquerung Richtung Westen beginnen (oder wenn Sie aus Mammoth Lakes – etwa 40 km südlich an der US-Bundesstraße 395 – in den Park fahren), unternehmen Sie noch einen kleinen Abstecher zur Mono Lake Tufa State Natural Reserve und deren außerirdisch anmutenden Kalktuffgebilden und gönnen Sie sich noch eine Mahlzeit im einzigartigen Whoa Nellie Deli. Beachten Sie bitte, dass die Passstraße (und das Deli) im Winter geschlossen ist, meist von November bis Mai. 

Highways 41: Fahren Sie von Fresno aus hinauf in die hügeligen Gebirgsausläufer und zum Madera Wine Trail, einer Weinstraße zu mehr als einem Dutzend Weingütern und einladenden Weinproberäumen. Als nächstes kommen Sie nach Oakhurst und der prachtvollen Luxusherberge Château du Sureau mit dem dazugehörigen Erna’s Elderberry House Restaurant. Ganz in der Nähe findet man den beliebten Bass Lake, der einem ein bisschen wie der Mini-Lake Tahoe vorkommt. Auch hier kann man Bootfahren, Angeln und direkt am See campen oder in anderen Unterkünften übernachten. Hinter Oakhurst steigt der Highway 41 rund 900 Höhenmeter zum winzigen Fish Camp (59 Einwohner) an, wo Sie mit der Yosemite Mountain Sugar Pine Railroad über eine schöne Panoramastrecke fahren können. Fahren Sie von Wawona aus auf dem Highway 41 weiter nordwärts nach El Portal und zum berühmten Tunnel View, einem Aussichtspunkt hinter dem Tunnel, von dem aus Sie das gesamte Yosemite Valley vor sich sehen und bei dem selbst die abgebrühtesten Sierra-Reisenden jedesmal wieder in Ehrfurcht erstarren!

Highways 140: Von Merced aus führt der Highway 140 an den Weingütern der Appellation “Sierra Foothill” vorbei, die für ihren geschmacksintensiven schokoladigen Zinfandel bekannt sind. In der Stadt Mariposa können Sie im California State Mining and Mineral Museum einen knapp 6½ Kilo schweren Goldklumpen bestaunen. Der Straßenverlauf folgt anschließend dem wilden und malerischen Merced River, bevor man bei El Portal die Grenze des Nationalparks erreicht.

 

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Ahwahnee in winter by btwashburn/Flickr

Winterliche Veranstaltungen im Majestic Yosemite

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Winterliche Veranstaltungen im Majestic Yosemite
Stimmungsvolle Feiern bringen Licht und Wärme in die kalte Jahreszeit

Ganz oben auf der Veranstaltungsliste des Majestic Yosemite (ehemals Ahwahnee) von Yosemite steht in jedem Winter das jährliche Bracebridge Dinner, eine üppige englische Weihnachtsfeier im Stil des 18. Jahrhunderts mit über hundert Darstellern und einem Festmahl mit sieben Gängen. Die Dezember-Show, eine freie Adaption einer Episode aus Washington Irvings Sketch Book, wird seit 1927 jedes Jahr im Majestic Yosemite aufgeführt. Das vierstündige Programm umfasst mittelalterliche Musik, Riten aus der Renaissance, traditionellen Weihnachtsschmuck und jede Menge Labsal, Gesang und Fröhlichkeit. Diese Veranstaltung findet nur an weniger als einem Dutzend Abenden zwischen Mitte und Ende Dezember statt, so dass die Karten rasch ausverkauft sind.

Zu den anderen beliebten winterlichen Veranstaltungen im Majestic Yosemite gehören Grand Grape Celebration und Taste of Yosemite; für beide Events wird die Great Lounge im Hotel in ein kulinarisches Klassenzimmer verwandelt. The Grand Grape Celebration - eine Hommage an die Herbsternten der Winzer mit zweitägigen Weinsessions, seminaren und einem 5-Gang-Galadinner - wird im November und Dezember gehalten.Bei Taste of Yosemire im Januar und Feburar zeigen die besten Küchenchefs Kaliforniens während stundenlangen Vorführungen, was sie drauf haben; die Meisterchefs bereiten dann das Galadinner für alle zu. Einer der besonderen Vorteile für die Teilnehmer ist der Zutritt zur Hotelküche des Majestic Yosemite. Unter deren über zehn Meter hohen Decken finden sich Antiquitäten wie die Original-Kühlkammern aus dem Jahre 1927, die man mit über 220 kg schweren Eisblöcken aus dem nahen Mirror Lake bei Temperatur hielt.