Steve Calderaro

Zentralkalifornien

Spotlight: Sequoia und Kings Canyon National Parks

26
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Auch wenn dieses Nationalpark-Duo weniger berühmt ist als der rund 120 Kilometer weiter nördlich gelegene Yosemite, hat es mit seinen riesigen Mammutbäumen, hohen Bergen, tiefen Schluchten und rauschenden Flüssen jede Menge Sehenswertes zu bieten. Innerhalb der Parkgrenzen von Sequoia/Kings Canyon liegen immerhin der Mount Whitney, mit 4.417 Metern die höchste Erhebung innerhalb der 48 zusammenhängenden US-Bundesstaaten, sowie der Kings River Canyon, eine der tiefsten Schluchten Nordamerikas. Trotzdem kennt man die beiden Parks – ebenso wie das angrenzende Giant Sequoia National Monument und die Nationalforste der Umgebung – hauptsächlich wegen ihrer überdimensionierten Mammutbäume. Dank des General-Sherman-Baums, des nach Rauminhalt größten Lebewesens der Welt, und seiner gigantischen Nachbarn ist das Bestaunen großer Bäume hier die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Besucher.

Alex Farnum

Der General-Sherman-Baum

Der General-Sherman-Baum
Staunen Sie über einen Giganten unter den Giganten!

Auf wie viele verschiedene Arten kann man sagen: „Menschenskinder, ist der aber groß!“? Wahrscheinlich fehlen Ihnen die Worte, wenn Sie diesen Riesen aller Riesen leibhaftig vor sich sehen – den größten Baum der Welt. Es gibt zwar sowohl höhere als auch breitere Bäume, aber keiner von diesen schlägt den General Sherman in Masse und Rauminhalt. An der Basis hat sein Stamm einen Umfang von über 31 Metern, und der Baum ragt fast 84 Meter hoch in den blauen Himmel der Sierra – und wächst immer noch: Jedes Jahr kommt die Holzmasse eines 18 Meter hohen Baums hinzu. Sie können sich noch immer keine Vorstellung von seiner Größe machen? Ein Ast des General Sherman ist so dick – fast 2 Meter im Durchmesser –, dass er größer ist als die meisten Bäume entlang dem Mississippi. Bei dieser Größe könnte man vermuten, es sei auch der älteste Baum der Welt, doch das ist nicht der Fall. Er ist zwar vermutlich rund 2.200 Jahre alt (genau weiß das niemand) und damit kein Jungspund, doch Mammutbäume sind nur die zweitältesten Lebewesen – sie werden von der Langlebigen (oder Westlichen) Grannenkiefer übertroffen, die man in den White Mountains (Weißen Bergen) weiter östlich findet.

„Der Stamm des General Sherman Tree hat einen Umfang von über 31 Metern, und der Baum ragt fast 84 Meter hoch in den blauen Himmel der Sierra – und wächst immer noch.“

Der General Sherman übt verständlicherweise eine große Anziehungskraft auf die Parkbesucher aus, weshalb es im Sommer auch kostenlose Pendelbusse gibt, die an zwei verschiedenen Haltestellen anhalten, einer oberhalb und einer unterhalb dieses faszinierenden Baumriesen. Viele Besucher steigen an der oberen aus und laufen hinunter zur unteren, vorbei am General Sherman. Das ist in Ordnung, wenn man es eilig hat, aber man kann hier auch noch mehr Zeit verbringen. Wandern Sie zum Beispiel über den Congress Trail, einen drei Kilometer langen Rundweg, der Sie zu Dutzenden weiterer Mammutbäume mit Stammdurchmessern von der Größe Ihres Wohnzimmers führt. Die House Grove und die Senate Grove, zwei weitere Mammutbaumwäldchen am Ende des Rundwegs, sind die eindrucksvollsten, doch eine echte Besonderheit ist der Washington-Baum, der lange als zweitgrößter Baum der Welt galt. Er war einst nur sechs Meter kürzer als der General Sherman, doch nach einem Blitzeinschlag in den 1990er Jahren verbrannte ein Großteil seiner Spitze, und jetzt zählt er nicht einmal mehr zu den 30 größten Bäumen. 

John Buie/ Flickr

Grant Grove

Grant Grove
Ein großartiges Basislager und der Weihnachtsbaum der Nation

Viele Besucher gewinnen ihren ersten Eindruck vom Park in diesem typischen Wäldchen. Wenn Sie aus Richtung Fresno über die Staatsstraße 180 anreisen, liegt der große Besucher-Service-Bereich der Grant Grove – zu dem Hütten, eine Lodge, ein Restaurant, ein Andenken- und Lebensmittelladen, ein Postamt und verschiedene Campingplätze gehören – nur ein paar Kilometer hinter der nordwestlichen Zufahrt, über die Sie in den Park hineinfahren. Hier finden Sie praktisch alles, was Sie für Ihren Parkbesuch benötigen, wie etwa Karten und Parkführer. Außerdem können Sie im Kings Canyon Visitor Center persönlich mit hilfsbereiten Park-Rangers sprechen. In der Nähe der Grant Grove beginnen mehrere Wanderwege, darunter auch der kurze Weg zum Panoramic Point, von dem aus sie auf ein Labyrinth aus Canyons und sägezahnartigen Bergspitzen blicken, das besonders bei Sonnenaufgang äußerst beeindruckend wirkt.

Die meistgenutzten Wege sind jene in der Nähe des General-Grant-Baums, der auch als „Weihnachtsbaum der Nation“ bekannt ist, wie ihn Präsident Calvin Coolidge einst nannte – denn jedes Jahr seit 1926 wird um die Basis des Baums das Julfest gefeiert. Und zum Feiern ist hier reichlich Platz: Der Goliath hat an dieser Stelle einen Umfang von 33 Metern! Wenn Sie sich das nicht vorstellen können, dann versuchen Sie es einmal damit: Würde man den General Grant auf eine mehrspurige Straße stellen, würde er allein mehr als drei Fahrspuren blockieren. Ein befestigter Rundweg von einem halben Kilometer Länge führt um den Baum herum und zu benachbarten Riesen, darunter auch dem Fallen Monarch, einem umgestürzten hohlen Mammutbaum. Aufgrund seines Umfangs wurde er einst als Stallung für Pferde der US-Kavallerie genutzt. 

David Prasad/ Flickr

Giant Forest

Giant Forest
Unter den Mammutbäumen gilt das Motto: Groß oder gar nicht!

Der Giant Forest (Riesenwald), der seinen Namen von dem berühmten Naturforscher John Muir bereits 1875 erhielt, umfasst die eindrucksvollste Ansammlung an Mammutbäumen auf dem gesamten Gebiet der Nationalparks Sequoia und Kings Canyon. Zu den 8.000 Mammutbäumen dort gehören auch der General Sherman, das nach Rauminhalt größte Lebewesen der Erde, und eine Reihe weniger berühmter, aber gleichermaßen eindrucksvoller Bäume.

Um diese kathedralenhaften Riesen in ihrer ganzen majestätischen Schönheit begreifen zu können, sollten Sie zwischen ihnen hindurchwandern. Verschaffen Sie sich aber zuerst einen Überblick im Giant Forest Museum, das vom gleichen Architekten entworfen wurde wie The Ahwahnee im Yosemite Valley! Spazieren Sie von hier aus über leicht begehbare (und auch für Rollstühle geeignete) Pfade, zum Beispiel den Big Trees Trail oder den General Sherman Tree Trail! Fragen Sie nach dem Weg zum Moro Rock und zur herrlichen Crescent Meadow, wo Sie Tharp’s Log finden, die Sommerresidenz des Ranchers Hale Tharp! Er gilt als erster „weißer“ Mensch, der den Giant Forest betreten hat, und er baute sich einen ausgehöhlten, von Bränden teilweise zerstörten Mammutbaum zu einer Unterkunft aus, in der er viele Sommer verbrachte. An der Straße zur Crescent Meadow finden Sie ein weiteres beliebtes Fotomotiv: Tunnel Log, einen umgefallenen Mammutbaum, der so ausgehöhlt wurde, dass Autos hindurchfahren können.

 

Paulo Philippidis/ Flickr

Crystal Cave

Crystal Cave
Ein Portal ins Erdinnere mit geschliffenem Marmor und funkelnden Tropfsteinen

Hinter dem spinnennetzartigen Tor zu Crystal Cave („Kristallhöhle“) verbirgt sich die geheime unterirdische Welt des Sequoia National Park, eine Landschaft aus glitzernden Mineralien. Es handelt sich um eine von über 200 Marmorhöhlen, die man in den Nationalparks Sequoia und Kings Canyon finden kann. Tatsächlich beinhalten die beiden Parks die Hälfte aller Höhlen in Kalifornien, die mehr als eine Meile (1,6 km) lang sind, und auch die längste Höhle im ganzen Staat. Die meisten Höhlen sind nur Forschern zugänglich oder erfordern Erfahrung und spezielle Ausrüstung, um sie zu erkunden. Die Crystal Cave hingegen kann von Mitte Mai bis Ende November im Rahmen einer Führung von jedermann besichtigt werden (allerdings nicht mit Kinderwagen oder Rollstühlen).

Die Crystal Cave, die 1918 entdeckt wurde, ist kein Geheimnis mehr: Tausende besuchen sie jedes Jahr, und die unterirdischen Gänge sind teilweise befestigt und mit durch Sonnenenergie betriebenem elektrischem Licht ausgeleuchtet. Die normale 50‑Minuten-Führung empfiehlt sich für mäßig Neugierige und Familien mit kleinen Kindern, aber sie ist kein großes Abenteuer. Aufregender ist da schon eine “Explorer’s Lantern Tour”, wie sie an Sommerabenden angeboten wird, wenn die Beleuchtung ausgeschaltet ist und die Teilnehmer Laternen mit Kerzen tragen. Den größten Nervenkitzel aber bietet die nur an Samstagen durchgeführte “Adventure Tour”, eine vier- bis sechsstündige Strapaze, bei der man streckenweise auf dem Bauch kriechen muss. Stirnlampen, Knie- und Ellbogenschoner werden gestellt, und die Teilnehmer sollten damit rechnen, dass sie schmutzig werden, wenn sie gebückt laufen, kriechen und sich durch enge Passagen abseits der öffentlichen Wege zwängen. Nur in solchen Höhlen erleben Sie eine schaurige Finsternis, die so vollkommen ist, dass Sie buchstäblich die Hand vor Ihren Augen nicht mehr sehen können.

Der Höhleneingang liegt am Ende einer kurvenreichen elf Kilometer langen Stichstraße, die in der Nähe des Giant Forest vom Generals Highway (Staatsstraße 198) abzweigt. Für alle Führungen ist eine Vorausplanung erforderlich. Kaufen Sie sich Ihr Ticket unbedingt vorher in den Besucherzentren Lodgepole oder Foothills (an der Höhle werden keine Eintrittskarten verkauft). Die Fahrt zur Höhle von einem der beiden Besucherzentren dauert ungefähr eine Stunde, und Sie benötigen weitere Zeit, um den steilen 800 Meter langen Weg vom Parkplatz zum Höhleneingang zurückzulegen. Und vergessen Sie nicht Ihre Jacke: Unabhängig von der Außentemperatur herrschen in der Crystal Cave stets Temperaturen von nur rund zehn Grad Celsius.

Upsilon Andromedae/ Flickr

Kings Canyon Scenic Byway

Kings Canyon Scenic Byway
Erkunden Sie eine der tiefsten Schluchten Nordamerikas!

Ein Ort, der sich Road’s End („Ende der Straße“) nennt, hat zweifelsohne etwas Verlockendes. Die Bezeichnung bezieht sich darauf, dass hier die Staatsstraße 180 endet, der Kings Canyon Scenic Byway, der normalerweise vom späten Frühjahr bis Ende Oktober geöffnet ist. Die serpentinenreiche Ausbaustrecke endet rund zehn Kilometer hinter dem Cedar Grove Village, und hier beginnt die Wildnis. Wenn Sie weiter in den Kings Canyon eindringen möchten, müssen Sie laufen.

„Junction View und andere Aussichtspunkte neben der Strecke bieten herrliche Blicke auf den Kings Canyon, mit bis zu 2½ Kilometern Tiefe eine der tiefsten Schluchten in Nordamerika.“

TAber schon die Fahrt über die Panoramastraße nach Road’s End macht Spaß: Von der Grant Grove auf verläuft der Kings Canyon Scenic Byway fast fünfzig Kilometer im Zickzackkurs am Ufer des rauschenden Kings River entlang, der während der Schneeschmelze im späten Frühjahr besonders viel Wasser führt. Junction View und andere Aussichtspunkte neben der Strecke bieten herrliche Blicke auf den Kings Canyon, mit bis zu 2½ Kilometern Tiefe eine der tiefsten Schluchten in Nordamerika. Sie können auch einen Halt an der Boyden Cavern (die Führungen durch die Höhle dauern 45 Minuten) einlegen und im Frühjahr und Sommer an den 24 Meter hohen Grizzly Falls.

Das Cedar Grove Village ist recht bescheiden ausgestattet – ein paar Campingplätze, eine kleine Lodge, eine Ranger-Station und ein kleines Café (geöffnet von Ende Mai bis Anfang Oktober), aber Wanderwege gibt es in Hülle und Fülle. Besonders empfehlenswert ist – in der Nähe von Road’s End – der 2½ Kilometer lange Rundweg zu den Zumwalt Meadows, eingerahmt von eindrucksvollen Granitfelswänden, die von Gletschern geformt wurden. 

Vlad Butsky/ Flickr

Winterliches Vergnügen

Winterliches Vergnügen
Ziehen Sie sich warm an und vergnügen Sie sich in einem Winterwunderland!

Die riesigen Mammutbäume sehen noch majestätischer aus, wenn sie eine Krone aus frischem Schnee tragen und ihre zimtfarbenen Stämme und tiefgrünen Nadeln weiß bestäubt sind. Ein winterlicher Parkbesuch erfordert zwar ein wenig Vorbereitung und zusätzliche Ausrüstung, doch er kann leicht zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

„Die riesigen Mammutbäume sehen noch majestätischer aus, wenn sie eine Krone aus frischem Schnee tragen und ihre zimtfarbenen Stämme und tiefgrünen Nadeln weiß bestäubt sind.“

Von Dezember bis April können Sie Langlaufskier, Schneeschuhe und andere winterliche Ausrüstung in der Grant Grove, der Wuksachi Lodge und dem Montecito Sequoia Resort leihen oder kaufen. Ehrgeizige Skilangläufer und Schneeschuhläufer können eine Übernachtung (in Stockbetten) in der rustikalen Pear Lake Ski Hut reservieren, zu der eine anspruchsvolle zehn Kilometer lange Loipe vom Ausgangspunkt in Wolverton führt (Skitourerfahrung ist ratsam). Eine leichtere Alternative sind Schneeschuh-Treks unter Führung eines Ranger (die an den meisten Winterwochenenden angeboten werden) oder auf eigene Faust. Die beliebteste Strecke ist der drei Kilometer lange Rundweg auf dem Congress Trail mit einem Abstecher zum General-Sherman-Baum. Wenn Sie sich nicht mit irgendwelcher Wintersportausrüstung herumplagen möchten, dann fahren Sie einfach zu den Wintersportgebieten Big Stump oder Wolverton und bauen dort mit den Kindern einen Schneemann!

Beachten Sie bitte, dass die meisten Straßen – mit Ausnahmen des Kings Canyon Scenic Byway – im Winter zwar geöffnet sind und geräumt werden, dass Sie aber stets Schneeketten mitführen müssen. 

Miguel Vieira/ Flickr

Unterkünfte und Camping im Sequoia und Kings Canyon

Unterkünfte und Camping im Sequoia und Kings Canyon
Verbringen Sie die Nacht in einer historischen Hütte, einem Berghotel oder einem Luxus-Resort!

Rustikale Blockhütten, idyllisches „Glamping“, Motels, gemütliche Cottages – dieses Parkland bietet zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. In der Grant Grove an der Nordwestzufahrt des Parks gibt es die größte Auswahl in geballter Form. Die rustikalen Blockhütten sehen aus und fühlen sich an, als seien Sie in die 1920er Jahre zurückgereist. Es gibt auch preiswerte Zelthütten und die komfortable John Muir Lodge mit 34 Gästezimmern, in der man es sich im einladenden großen Saal neben einem Steinkamin gemütlich machen kann. Abgerundet wird das Angebot von drei Campingplätzen: Sunset, Crystal Springs und Azalea.

Wenn Sie auf dem Kings Canyon Scenic Byway zur Cedar Grove fahren, käme auch die Cedar Grove Lodge mit 21 Gästezimmern in Frage, von deren Balkonen und Terrassen Sie Aussichten auf den Kings River genießen (nur geöffnet von Mai bis Mitte Oktober). Oder schlagen Sie einfach Ihr Zelt auf einem von vier Campingplätzen am Ufer auf: Sheep Creek, Sentinel, Canyon View und Moraine.

Im Gebiet Lodgepole/Giant Forest innerhalb des Sequoia National Park ist die Wuksachi Lodge die erste Wahl, ein Komplex aus drei Gebäuden mit insgesamt 102 Gästezimmern. Das ungezwungen elegante Restaurant mit 90 Sitzplätzen ist in einem separaten Gebäude mit hohen Fenstern und Decken und herrlichen Aussichten auf den Wald untergebracht. Zwei weitere Unterkünfte findet man im nahen Giant Sequoia National Monument: das Montecito-Sequoia Resort und die Stony Creek Lodge. Ersteres ist eine High-Sierra-Version des Club Med, wo für alles gesorgt wird und ein Schwerpunkt auf organisierten Unternehmungen für Kinder liegt. Die Gäste sind in Einzelhütten untergebracht (einige verfügen über private Bäder) oder in Gästezimmern nach Art eines Motels. Die Stony Creek Lodge ist wesentlich kleiner und verfügt nur über elf Gästezimmer. Camper können zwischen zwei bei Familien sehr beliebten Plätzen wählen: Lodgepole und Dorst Creek.

Wenn Sie sich etwas Ausgefallenes gönnen möchten, dann übernachten Sie im Sequoia High Sierra Camp im Giant Sequoia National Monument! Die herausgeputzten Zelthütten enthalten bequeme Betten, bunte Teppiche und modernes Mobiliar. In einem Restaurant werden drei Mahlzeiten am Tag und Lunchpakete für unterwegs angeboten. Das Alpenglühen gibt es als Beilage gratis dazu.

Joevare/ Flickr

Moro Rock

Moro Rock
Besteigen Sie einen Granitfelsen, um mit einer einzigartigen Aussicht belohnt zu werden!

Wenigstens einmal im Leben sollten Sie es tun, auch wenn Sie danach nicht das Angeber-T‑Shirt kaufen: Besteigen Sie den Moro Rock! Im Unterschied zu vielen anderen Leistungen, die man „einmal im Leben“ vollbringen sollte, ist diese nicht überbewertet. Der 2.050 Meter hohe Fels, eine kahle Granitkuppel, die aus einem bewaldeten Gebirgszug herausragt, kann über eine Reihe von Rampen und Treppen erklommen werden. Der Aufstieg dauert nicht lange – bis zur Spitze sind es nur 91 Meter –, aber er enthält 400 Stufen, bei denen selbst die abgehärtetsten Wanderer in Atemnot geraten. Halten Sie unterwegs inne, um zu verschnaufen und die Aussicht auf die Schlucht des Kaweah River unter Ihnen zu genießen – oder auf die Serpentinen des Generals Highway, der südwärts nach Three Rivers führt.

„Wenigstens einmal im Leben sollten Sie es tun, auch wenn Sie danach nicht das Angeber-T‑Shirt kaufen: Besteigen Sie den Moro Rock!“

Wenn Sie den flachen Gipfel des Moro Rock erreicht haben, liegt das Panorama der Great Western Divide (großen westlichen Wasserscheide) vor Ihnen. Diese gezackte Skyline aus Bergkesseln und von Gletschern geformten Gipfeln, die mit über 4.000 Metern Höhe den Himmel zu berühren scheinen, wird Sie von den Socken hauen. Die beste Fernsicht haben Sie, wenn Sie im Sommer früh am Tag aufsteigen oder an den kühleren Tagen des Frühlings und Herbstes. 

Miguel Vieira/ Flickr

Giant Sequoia National Monument

Giant Sequoia National Monument
Besuchen Sie die „anderen“ Ländereien von Kings Canyon und Sequoia!

Die Nationalparks sind nicht die einzigen Orte, an denen man Mammutbäume findet: Über 30 weniger bekannte Baumgruppen stehen in den benachbarten Ländereien des Giant Sequoia National Monument unter Schutz. Diese werden vom U.S. Forest Service und nicht vom National Park Service verwaltet, und daher gelten hier etwas andere Regeln – Sie dürfen hier zum Beispiel mit Ihrem Hund wandern (in den Parks ist dies nicht erlaubt). Für das Zelten gelten ebenfalls weniger Einschränkungen, so dass Sie Ihr Zelt nahezu überall aufschlagen können (solange es genügend Abstand zu Quellen hat), aber Sie müssen alles, was Sie brauchen, mitbringen und dürfen nichts zurücklassen.

Zwei Bereiche im Giant Sequoia National Monument bieten faszinierende Glanzlichter: die Gebiete nordöstlich der Grant Grove und das Gebiet Big Meadows/Jennie Lakes. Wenn Sie auf dem Kings Canyon Scenic Byway von der Grant Grove ostwärts fahren, passieren Sie die Converse Basin Grove, die einst als größter Mammutbaumbestand in der Sierra galt. Wandern Sie über den vier Kilometer langen Boole Tree Loop durch die traurigen Überreste dieses Waldes – ein Labyrinth aus riesigen Baumstümpfen inmitten eines Sekundärmischwalds und des einsamen Boole-Baums, der ironischerweise nach dem Vorarbeiter jener Holzfäller benannt wurde, die all die anderen Mammutbäume dieses Waldes fällten. In der Nähe befindet sich der mit Rollstühlen befahrbare Chicago Stump Trail. Ein Sechs-Meter-Stumpf ist alles, was von einem Mammutbaum übrigblieb, der als General-Noble-Baum bekannt war und 1897 in Abschnitte zersägt wurde, die für die Weltausstellung nach Chicago (daher der Name) transportiert und dort wieder zusammengesetzt wurden.

Weiter südlich, ein kleines Stück abseits des Generals Highway, können Sie die 172 stählernen Stufen zum Buck Rock Lookout erklimmen, einem Feuerwachturm auf der Spitze einer kahlen Granitkuppel. In dieser Gegend finden Sie auch mehrere Campingplätze des Forest Service sowie Wanderwege, die in die 42½ km² große Jennie Lakes Wilderness führen. 

Steve Calderaro

Anreise

Anreise
Pendelbusse und Shuttles machen die Anreise zu den Parks einfach

Ein Teil der Faszination dieses Naturschutzgebiets ist seine Entlegenheit. Dies bedeutet aber nicht unbedingt eine lange Anfahrt. Öffentliche Pendelbusse verkehren täglich zwischen Memorial Day (Ende Mai) und Labor Day (Anfang September) – beachten Sie aber, dass sich die Fahrpläne bei gefährlichen Straßenverhältnissen ändern können (erkundigen Sie sich kurzfristig vorher). Zu einem angemessenen Preis holt das Sequoia Shuttle auch Fahrgäste in Visalia (56 km) im Westen ab und bringt sie in einer Dreiviertelstunde zum Park, wobei es durch das Nest Three Rivers fährt und dann weiter zum Giant Forest Museum. Dort können Sie dann in den kostenlosen parkinternen Pendelbus umsteigen, der an wichtigen Punkten wie dem General-Sherman-Baum und Moro Rock anhält. Diese Busse verkehren ungefähr im gleichen Zeitraum wie das Sequoia Shuttle, möglicherweise aber auch noch zusätzlich an einigen Tagen während der winterlichen Festzeit.

Wenn Sie aus größerer Entfernung mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchten, dann können Sie auch Amtrak, die nationale Eisenbahngesellschaft, nutzen. Deren Züge halten in Hanford im Central Valley, und von dort aus fahren Amtrak-Busse die 56 Kilometer westwärts nach Visalia, wo Sie dann, wie oben beschrieben, das Sequoia Shuttle zum Park nehmen können.

Trip 8-10 Tage 10 stops

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Sequoia und Kings Canyon National Parks

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