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Erik Pawassar

Nordkalifornien

Spotlight: Redwood National und State Parks

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In der nordwestlichen Ecke Kaliforniens schützt gleich ein ganzes Netz aus Parks knapp die Hälfte aller Küstenmammutbäume dieser Welt. Mit über hundert Metern sind diese Sequioen (wegen ihrer Farbe auch Redwoods – also „Rothölzer“ – genannt) die höchsten Lebewesen der Erde. Aber in diesem üppig grünen Land gibt es mehr als „nur“ riesige Bäume! Majestätische Roosevelt-Wapitis grasen auf der Prärie, verwittertes Treibholz sammelt sich an wilden Stränden, an denen kein einziger menschlicher Fußabdruck zu sehen ist, und Flüsse ergießen sich schäumend ins Meer. Drei Staatsparks – Jedediah Smith, Del Norte (mit stummem e) Coast und Prairie Creek Redwoods State Park – gewährleisten gemeinsam mit dem Redwood National Park den Schutz dieser Region, und in allen vier Parks gibt es erstaunlich viel zu erkunden, entdecken und erfahren.

"Verwittertes Treibholz sammelt sich an wilden Stränden, an denen kein einziger menschlicher Fußabdruck zu sehen ist, und Flüsse ergießen sich schäumend ins Meer."

Denken Sie aber immer daran, dass so viel Grün nicht von ungefähr kommt: jährlich – hauptsächlich von Oktober bis April – fallen hier anderthalb bis zwei Meter Niederschlag – das sind 150 bis 200 Eimer pro Quadratmeter! Bringen Sie also unbedingt Regenkleidung und rutschfestes Schuhwerk mit – für alle Fälle.

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Erik Pawassar

Redwood National Park

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Redwood National Park
Ein breites Angebot an Möglichkeiten zum Wandern, Zelten und Bäumebestaunen

Selbst wenn Sie Dirk Nowitzki wären, kämen Sie sich in diesem Schutzgebiet, in dem turmhohe Mammutbäume wie Wolkenkratzer himmelwärts ragen, wie ein Zwerg vor. Beginnen Sie Ihren Besuch im ausgezeichneten Thomas H. Kuchel Visitor Center, das ungefähr anderthalb Kilometer südlich von Orick liegt. Von den fünf Besucherzentren der Redwood National und State Parks ist dieses das größte: Es enthält mehrere Exponate und zeigt ein Video zur Ökologie der Mammutbäume, außerdem gibt es einen herrlichen Buchladen und Zugang zu einem Sandstrand. Als nächstes sollten Sie ein Stückchen fahren. Beginnen Sie 8 Kilometer nördlich des Dörfchens Klamath am Klamath River Overlook, wo das Süßwasser des Flusses in einer riesigen Mündung in den Pazifik fließt. In 200 Metern Höhe über dem Meer ist dieser Aussichtspunkt ideal, um nach vorbeiziehenden Grauwalen Ausschau zu halten (die beste Jahreszeit dafür sind die Monate Dezember bis April). Gehen Sie unbedingt auch noch die wenigen Schritte auf dem leichten Pfad zum unteren Aussichtspunkt, um dramatische Aussichten auf die tosende Brandung zu genießen. Fahren Sie dann nach Süden, um den Coastal Drive abzufahren (der sich auch gut für Mountainbikes eignet). Diese 13 Kilometer lange Strecke folgt dem Küstenverlauf und führt auch an einer Radarstation aus dem Zweiten Weltkrieg vorbei, die als Bauernhaus mit Stall getarnt war.

Legen Sie eine Rast auf dem Picknickplatz am High Bluff Overlook ein, suchen Sie dann das Meer nach Walen, Seelöwen, Braunpelikanen und – im Frühjahr und Sommer – Tausenden von Seevögeln, die auf vorgelagerten Felsen nisten, ab. Wenn Sie auch gerne ein wenig wandern, bietet Ihnen Klamath einen wunderschönen, 1½ km langen Küstenrundwanderweg, den Yurok Loop, der zum urtümlichen Hidden Beach führt. Oder unternehmen Sie einen bequemen Spaziergang zwischen den riesigen Mammutbäumen auf dem gleichlangen Rundweg durch die Lady Bird Johnson Grove. 

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Tai Power Seeff

Prairie Creek Redwoods State Park

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Prairie Creek Redwoods State Park
Erkunden Sie eine Welt der Superlative mit großen Bäumen, großen Wapitis und großen Augen!

Ein Besuch in diesem fast 57 km² großen Park ist, als durchschreite man das Tor zu einer Welt, in der alles riesig und grün ist – ein Regenwald, in dem sich Farne über bemooste Wege spannen und Fleckenmuster aus Licht und Schatten bilden. Beginnen Sie Ihre Erkundung mit einer Wanderung zwischen den uralten Mammutbäumen auf dem fünf Kilometer langen Prairie Creek and Cathedral Tree Loop, einem Rundweg, der am Besucherzentrum des Staatsparks beginnt. Vom ersten Schritt an lautet das Stichwort „üppig“.

"Ein Besuch in diesem Park ist, als durchschreite man das Tor zu einer Welt, in der alles riesig und grün ist."

Moos bedeckt Steine, Flechten hängen von den Ästen, der heimische Sauerklee (Oxalis oregana) wächst am Boden, und Bäume erreichen gigantische Ausmaße. Wenn Sie aus dem Staunen wieder herausgekommen sind, sollten Sie zur Elk Prairie fahren, einer goldenen Wiese, auf der Sie gute Chancen haben, Roosevelt-Wapitis zu sehen – mit einem Gewicht von bis zu einer halben Tonne die größten in Kalifornien lebenden Landtiere. Auch wenn Sie gutmütig erscheinen, während sie gelangweilt Gras kauen, sollte man ihnen nicht zu nahe kommen, insbesondere nicht den Männchen während der herbstlichen Brunftzeit. Und wenn Sie schon einmal an der Elk Prairie sind, können Sie auch gleich noch den Trillium Falls Trail mitnehmen, einen vier Kilometer langen Rundweg zwischen alten Mammutbäumen.

Danach dürfen Sie sich wieder ins Auto setzen. Der asphaltierte 16 Kilometer lange Newton B. Drury Scenic Parkway – die Panorama-Alternative zur Staatsstraße 101 – windet sich zwischen stillen Wäldern hindurch, die bis in den Himmel ragen. Halten Sie kurz an für einen Abstecher zum Big Tree, der seinen Namen zu Recht trägt, und halten Sie nach weiteren Wapitiherden Ausschau.

Abenteuerlustigere Fahrer führt die unbefestigte Davison Road zum Gold Bluffs Beach, einem 16 Kilometer langen Küstenabschnitt, an dem Goldsucher Mitte des 19. Jahrhunderts im Sand nach Goldstaub gruben. Sie können an diesem Strand zelten, aber vergessen Sie nicht, Ihr Zelt gut zu verankern, denn der Wind kann hier heftig werden. Fahren Sie an Gold Bluffs vorbei zum Ende der Straße, wo der Wanderweg zum Fern Canyon beginnt. Hier haben Sie zwei Möglichkeiten: einen anderthalb Kilometer langen Rundweg durch den faszinierenden Fern Canyon oder eine längere Wanderung auf dem Coastal Trail (Küstenweg) an drei Miniaturwasserfällen vorbei. 

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Windell Oskay/Flickr

Fern Canyon

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Fern Canyon
Geschichten zwischen Moos und Farn

Man muss sich schon ein wenig anstrengen, um zu diesem Prachtstück zu gelangen, doch es ist die Mühe wert. Biegen Sie von der Staatsstraße 101 bei Orick auf die unbefestigte Davison Road ab und fahren Sie 16 km zu diesem faszinierenden Canyon, einem versteckten Paradies mit Farnen, die jene schmale Schlucht auskleiden, die der Home Creek in den Fels geschnitten hat. Einige der sieben verschiedenen Farnarten, die sich an die steilen Wände klammern, können auf einen Stammbaum blicken, der 325 Millionen Jahre zurückreicht. In ihrem Schatten leben ein paar auffällige Amphibien, darunter Riesenquerzahnmolche, die bis zu 30 cm lang werden können.

Der Weg führt über eine Reihe kleiner Übergänge (die nur im Sommer aufgebaut werden) tief in die Schlucht hinein. Herabhängende Farne bilden kleine Hängegärten, Mini-Wasserfälle ergießen sich über das Gestein, und Moos bedeckt jede Oberfläche. Je weiter man geht, desto enger wird es.

Das kommt Ihnen bekannt vor? Steven Spielberg drehte hier eine Szene seines Films The Lost World: Jurassic Park (Vergessene Welt: Jurassic Park). Jeder Schritt bringt ein neues Fotomotiv, das man liebend gerne sofort auf Instagram hochladen würde – wenn man hier nur Mobilfunkempfang hätte! Viel zu früh endet der Weg und führt nach oben aus dem Canyon heraus und dann im Bogen zurück zum Parkplatz. Viele Besucher gehen übrigens lieber den Weg durch den Canyon zurück als den Rundweg zu Ende, weil sie sich eine Wiederholung dieses „Farnseherlebnisses“ gönnen möchten.

Insider-Tipp: Es ist hier ziemlich feucht – also sind entweder Wassersandalen oder wasserfeste Schuhe sehr praktisch.

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Tai Power Seeff

Enderts Beach

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Enderts Beach
Ein leichter Fußmarsch zu felsigen Gezeitenbecken und Stränden voller Treibholz

Lassen Sie die schattigen Mammutbaumwälder einmal kurz hinter sich und begeben Sie sich auf eine wenig anstrengende Wanderung zu einem der schönsten Strände des Redwood-Nationalparks. Enderts Beach ist ein Küstenabschnitt voller Felsen und angeschwemmtem Treibholz, der ideal ist für Spaziergänge zum Sonnenuntergang oder sonnige Nachmittage, um ein Buch zu lesen oder einen Drachen steigen zu lassen. Um dorthin zu gelangen, müssen Sie anderthalb Kilometer auf einem nicht mehr genutzten Teilstück der alten Küstenstraße laufen (hin geht es bergab und zurück logischerweise bergauf). Etwa auf halber Strecke kommen Sie an dem urigen Nickel Creek Campground vorbei, wo Rucksacktouristen nachts zelten können. Ein paar hundert Meter weiter geht es hinunter zum sichelförmigen Enderts Beach, der perfekt geeignet ist zum Spazieren, Sandburgenbauen oder einfach nur, um der tosenden Brandung zuzuschauen. Die größte Attraktion sieht man aber nur bei Ebbe, wenn das Wasser am Südende des Strandes kleine Gezeitentümpel freigibt, die voller Leben stecken: Seesterne, Seeigel und Grüne Riesenanemonen.

Insider-Tipp: Gelegentlich bieten die Ranger geführte Wanderungen zu diesen Gezeitenbecken an – Einzelheiten dazu erfahren Sie im Besucherzentrum des Parks.

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Tai Power Seeff

Kajakfahren, Reiten und mehr

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Kajakfahren, Reiten und mehr
Geführte Ausflüge zu den höchsten Bäumen der Welt

Wenngleich es jede Menge Möglichkeiten gibt, die Mammutbaumwälder auf eigene Faust zu erkunden, kann es auch durchaus interessant sein, an einer Führung teilzunehmen. Redwood Adventures mit Sitz in Orick bietet geführte Wanderungen, Mountainbike-Touren, Flussangelausflüge, Kajaktouren, Ausritte zu Pferd und vieles mehr – sowohl zu wohlbekannten Naturwundern als auch zu kaum bekannten Beständen der Riesenbäume und anderen Sehenswürdigkeiten entlang der Humboldt Coast.

"Der Veranstalter bietet auch exotischere Unternehmungen an, wie etwa zip lining durch das Blätterdach der Mammutbäume."

Sie können zwischen Einzel- und Gruppenführungen und zwischen Halbtags- und Tagesausflügen zu diversen Zielen in den Staats- und Nationalparks wählen, zum Beispiel zum Fern Canyon oder zur Tall Trees Grove. Auf Ausflügen mit dem Meereskajak lernen Sie die felsige Küste der Region vom Wasser aus kennen. Mountainbike-Touren führen Anfänger über breite Schotterpisten und Fortgeschrittene über einspurige Wege durch anspruchsvolleres Gelände. Der Veranstalter bietet auch exotischere Unternehmungen an, wie etwa zip lining (Seilrutschen) durch das Blätterdach der Mammutbäume, einen Kurs im Felsklettern und Abseilen für Anfänger sowie ganzjährig Exkursionen zur Vogelbeobachtung. Zudem vermietet man ein paar gut ausgestattete Organisationshütten in Elk Meadow – hier kann es Ihnen durchaus passieren, dass Sie morgens nach dem Aufstehen einen Roosevelt-Wapiti beim „Frühstücken“ auf der Wiese vor Ihrer Tür antreffen.

Im Sommer sollten Sie Ihren Besuch so legen, dass Sie mit einem Parkführer den Smith River hinunterpaddeln können, der offiziell als “Wild & Scenic” („wild und malerisch“) klassifiziert ist und das größte frei fließende Flusssystem des Staates bildet. Die leichte, 5½ Kilometer lange Paddeltour ist gratis (einschließlich Kajak, Paddeln und anderer Ausrüstung) und erfordert keine Erfahrung, auch wenn man in ein paar schäumende, aber ungefährliche Stromschnellen (Grad I und II) gerät, die Ihnen vermutlich das eine oder andere „Hoppla!“ entlocken. Unterwegs erklärt Ihnen der Führer die einzigartige Geologie der Region und wie diese zum enormen Höhenwachstum der Küstenmammutbäume beigetragen hat.

Der Ausflug endet an der Jedediah Smith River Day-Use Area, und von da aus laufen Sie dann einfach einen knappen Kilometer zurück zu Ihrem Auto, das Sie vorher in Hiouchi geparkt haben. Es ist ein Abenteuer, das Sie nie vergessen werden.

Insider Tipp: Um einen Platz zu reservieren, sollten Sie sich bis zwei Tage vorher im Hiouchi Information Center persönlich in die dort ausliegende Liste eintragen. Die Ausflüge finden normalerweise freitags und samstags statt und beginnen um 11:30 Uhr. Die Teilnehmer müssen mindestens 10 Jahre alt sein und in der Lage, in einem fließenden Gewässer zu schwimmen.

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Erik Pawassar

Camping in den Redwoods

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Camping in den Redwoods
Verbringen Sie die Nacht unter dem Blätterdach der Baumriesen!

Schlagen Sie Ihr Zelt im Schatten der riesigen Mammutbäume im Jedediah Smith Redwoods State Park nordöstlich von Crescent City auf! Der Campingplatz mit seinen 86 erschlossenen Zeltplätzen liegt am Ufer des smaragdfarbenen Smith River auf einer Lichtung in einem Primärwald und zwischen üppigen Farnen. Von Ihrem Zelt aus können Sie zu dem 100 Meter hohen Stout Tree und seinen Riesengeschwistern laufen, aber Sie können sich auch ins Auto setzen und über die 16 km lange kurvenreiche und unbefestigte Howland Hill Road durch einen Primärwald mit Mammutbäumen fahren. Weiter südlich im Prairie Creek Redwoods State Park bei Orick haben Sie die Wahl zwischen einem Zeltplatz am windigen Gold Bluffs Beach oder im geschützteren und besser erschlossenen Gebiet der Elk Prairie. Dort dürfen Sie sich aber nicht wundern, wenn ein riesiger Roosevelt-Wapiti an Ihrem Zelt vorbeispaziert. Gold Bluffs Beach verfügt über 26 Plätze, die in der Reihenfolge der Ankunft vergeben werden, während man die 75 Plätze von Elk Prairie vorab reservieren kann. Ein paar Kilometer südlich von Crescent City im Del Norte Coast Redwoods State Park finden Sie weitere 145 Zeltplätze mitten in einem Sekundärwald zwischen Mammutbäumen und Erlen am Mill Creek. Daneben gibt es in dieser Region auch noch private Campingplätze.

Falls Sie unbedingt Annehmlichkeiten wie Duschen und Spültoiletten brauchen, dann sollten Sie sich an die Campingplätze in den Staatsparks halten, aber wenn Ihnen die Einsamkeit wichtiger ist als der Komfort, dann finden Sie im Redwood National Park auch eine Handvoll Campingplätze für Rucksackreisende, wobei die meisten über Wanderwege von weniger als fünf Kilometern Länge erreichbar sind. 

Insider Tipp: Diese Zeltlager sind deutlich rustikaler, Sie müssen Ihre Wasservorräte selbst mitbringen und Ihren Abfall wieder mitnehmen.

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Humboldt County CVB

Eureka

Eureka
Natur und Kultur verschmelzen in einem künstlerisch angehauchten viktorianischen Seehafen

Diese lebensfrohe Hafenstadt – die größte Küstenstadt zwischen San Francisco und Portland (Oregon) – besitzt eine interessante gespaltene Persönlichkeit: einerseits einen Hauch Nostalgie in der hübsch restaurierten Altstadt aus der Viktorianischen Zeit und andererseits einen umtriebigen geschützten Seehafen, in dem verkrustete Fischerboote tagtäglich ein- und auslaufen, und Langholztransporter, die durch die Stadt rattern. Hinzu kommt umweltbewusstes studentisches Leben, das von der Humboldt State University im benachbarten Arcata herüberschwappt. Hunderte kunstvoll verzierter Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert – wie das Carson Mansion am Ende der Second Street, Inbegriff des Queen-Anne-Baustils und heute Sitz eines privaten Clubs – spiegeln den Wohlstand aus den Gründerjahren von Eureka wider, als die Stadt noch ganz im Zeichen der Holzindustrie stand. Die gesamte Stadt – eine bestechende Mischung aus Natur und Kultur mit der Anmutung einer Kleinstadt – wurde vom Staat unter Denkmalschutz gestellt.

Beginnen Sie Ihren Besuch am Hafen, wo Ihnen eine nette Promenade hübsche Aussichten auf das Hafenbecken und die angrenzende Humboldt Bay gewährt. Besuchen Sie das kleine Seefahrtsmuseum, und begeben Sie sich anschließend zu einer 75 Minuten langen kommentierten Rundfahrt an Bord der MV Madaket, einer gemütlichen Fähre, die schon seit 1910 durch die Bucht tuckert. In der an den Hafen angrenzenden Old Town (Altstadt) sollten Sie sich geradewegs zum Humboldt Bay Tourism Center begeben, in dem Sie einheimische Weine, Biere und Austern kosten, sich Empfehlungen zu Galerien, Läden und Restaurants der Umgebung holen sowie Ausflüge und Abenteuer buchen können.

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Courtesy of Humboldt County CVB

Tall Trees Grove

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Tall Trees Grove
Schlängeln Sie sich zwischen den höchsten Bäumen der Welt hindurch!

Der Name dieses Mammutbaumwäldchens – „Hain der großen Bäume“ – ist eine gewaltige Untertreibung. Diese Bäume sind nämlich nicht nur groß, sondern so riesig, dass es einem die Sprache verschlägt: bis zu 116 Meter – das ist höher als ein Hochhaus mit 35 Stockwerken! Um diesen besonderen Ort besuchen zu können, müssen Sie sich eine kostenlose Genehmigung im Kuchel Visitor Center ausstellen lassen und dann rund 45 Minuten zum Ausgangspunkt des Tall Trees Trail („Wanderweg zu den großen Bäumen“) fahren, aber der Aufwand lohnt sich. Der Park Service hat die Zahl der Fahrzeuge begrenzt, weil die Zufahrtsstraße sehr schmal ist, aber dadurch genießen Sie dort auch mehr Ruhe und Einsamkeit. Vom Ausgangspunkt laufen Sie zwei Kilometer hangabwärts zu dem Wäldchen, das in einer feuchten Talaue am Redwood Creek liegt. Sämtliche Bäume sind Giganten, doch der 112 Meter hohe Libby Tree verdient besondere Aufmerksamkeit, denn er galt lange Zeit als höchster Baum der Welt. Er verlor diesen Titel aber, als man 2006 ein 116 Meter hohes Exemplar fand. Der Standort des neuen Rekordhalters wird geheimgehalten, aber er steht irgendwo in dieser Gegend. Mehrere Seitenwege führen aus dem Riesenwald hinaus zu den Kiesbänken des Redwood Creek, an denen man sich im Sommer schön mit einem Buch entspannen kann. Sparen Sie sich aber genügend Kraft auf, damit Sie den Rückweg bergauf zum Parkplatz noch schaffen! 

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Battery Point Lighthouse/Crescent City by Bill Young/Flickr

Crescent City

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Crescent City
Zwei Leuchttürme leuchten über einer Seefahrerstadt

Nur gut dreißig Kilometer südlich der Grenze zu Oregon finden Sie in der alten Seefahrerstadt Crescent City den nördlichsten Leuchtturm von Kalifornien. Das 1856 errichtete Battery Point Lighthouse am Hafen der Stadt wurde aus Granitplatten von über einem halben Meter Dicke gebaut und steht auf einem winzigen Inselchen, das man nur bei Ebbe zu Fuß erreichen kann. Wenn sich das Wasser zurückzieht, können Besucher über den Damm laufen, die schmale Wendeltreppe zum Lampenhaus hinaufsteigen und dann über eine Leiter durch eine Falltür kriechen, um einen atemberaubenden Rundumblick zu genießen. In ein paar Kilometer Entfernung steht der andere Leuchtturm von Crescent City auf dem St. George Reef, zehn Kilometer vor der Küste. Er wurde gebaut, nachdem hier 1865 die Brother Jonathan gekentert war, die nicht nur Passagiere, sondern – wenn man den Gerüchten glauben kann – auch 1.361 Kilo Gold in Münzen und Barren an Bord hatte, von denen ein Großteil nie gefunden wurde. Sie können diesen Leuchtturm von den öffentlichen Wanderwegen entlang den Klippen am Point St. George gut in der Ferne sehen. Seine ursprüngliche Fresnel-Linse hingegen kann man im Del Norte County Main Museum auch ganz aus der Nähe betrachten.

Wenn Sie dann von Leuchttürmen genug haben, können Sie am Stadtufer von Crescent City entlangspazieren und staunen, wie diese Stadt nach einem verheerenden Tsunami im Jahr 1964 wieder von Grund auf neu aufgebaut wurde (achten Sie auf die Tsunami-Warnhinweise in der ganzen Stadt). Im Aquarium von Ocean World balancieren Seelöwen mit Bällen und spielen Fangen mit den Besuchern, während im Northcoast Marine Mammal Center verletzte See-Elefanten und Seelöwen aufgepäppelt und gesundgepflegt werden, bevor man sie wieder in die Wildnis entlässt. Rufen Sie vorher an, um die Fütterungszeiten der Flossenfüßer zu erfahren, denn das ist die interessanteste Zeit für einen Besuch. An der Westseite der Stadt führt der Pebble Beach Drive an der Küste vorbei und bietet einen leichten Zugang zum Pebble Beach, wo man sehr schön nach Achaten und anderen Halbedelsteinen suchen kann.

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Trinidad Fishing Pier by Tai Power Seeff

Trinidad

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Trinidad
Küstencharme und ein altes Indianerdorf

Das Dörfchen Trinidad mit seiner malerischen Landspitze thront über einer Steilküste mit Blick auf den Hafen der Trinidad Bay. Hier dreht sich alles ums Meer: Wandern Sie zur Spitze von Trinidad Head, um nach Walen Ausschau zu halten, suchen Sie Gezeitentümpel am Indian Beach oder fassen Sie Seesterne im Meereslabor der Humboldt State University an! Der Trinidad State Beach ist ein bekannter Ort zum Wellenreiten, während der breite und sandige Moonstone Beach von Strandläufern bevorzugt wird. Der Seafood-Markt an Katy’s Smokehouse verkauft alles an Meeresfrüchten, was die Fischer frisch an Land gezogen haben und dazu eine Auswahl an geräucherten Fischen. Dort, wo heute Trinidad liegt, lag einst die erste menschliche Siedlung an der Nordküste Kaliforniens, das Dorf Tsurai der Yurok-Indianer. Diese Siedlung wurde 1775 von spanischen Eroberern „entdeckt“, doch sie existierte damals schon seit mindestens tausend Jahren.

Insider Tipp: Besuchen Sie das rekonstruierte Yurok-Dorf im Patrick’s Point State Park, wo man zudem ausgezeichnet zelten und wandern kann!

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Trip 4 Tage 10 stops

Wilde Nordküste

Wein, Romantik und Sonnenuntergänge
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Beginnen Sie Ihre Reise in einer der schönsten Städte der Welt. Wenn Sie die “City by the Bay” einmal auf neue Art entdecken möchten, dann parken Sie Ihr Auto und lernen Sie die Stadt zu Fuß, mit dem Rad und mit ihren einzigartigen öffentlichen Verkehrsmitteln kennen. Radeln Sie über die Golden...

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Die letzte Etappe dieser aufregenden Autoreise endet passenderweise in der letzten Stadt Kaliforniens, und nur gut dreißig Kilometer südlich der Grenze zu Oregon finden Sie in der alten Seefahrerstadt Crescent City auch den nördlichsten Leuchtturm von Kalifornien. Das 1856 errichtete Battery...